"Hinweise berücksichtigen wir"

Bus- und Tramreform: Trotz Protesten hält KVG an Zeitplan fest

Kassel. Ungeachtet der anhaltenden Proteste: Die „Kasseler Linien“, die Netzreform für Busse und Straßenbahnen, sollen wie geplant bis zum Frühjahr 2016 überarbeitet werden und im Frühsommer 2017 starten.

„Wir gehen weiter von dem ursprünglichen Zeitplan aus“, sagt Heidi Hamdad, die Sprecherin der Kasseler Verkehrs- und Versorgungs GmbH (KVG). „Das heißt: Bis etwa März 2016 gewichten, analysieren und prüfen wir alle Eingaben.“ Ob und welche Eingaben bei der angekündigten Überarbeitung der Liniennetzpläne berücksichtigt werden, dazu will die KVG trotz mehrfacher Anfrage keine Angaben machen.

Wie man mit der Kritik und den Unterschriften umgehen wolle, auch dazu sage das Unternehmen nichts, erklärt Hamdad nach Rücksprache mit dem KVG-Vorstand. Dass sich jetzt noch einzelne Ortsbeiräte und Gruppen meldeten, sei kein Problem. Hamdad: „Die Hinweise berücksichtigen wir, zumal sie keine Überraschungen mehr bieten, sondern sich seit einiger Zeit wiederholen.“ Weil die Kritik am Wegfall von Buslinien und Haltestellen inzwischen bekannt sei, plane die KVG auch keine Verschiebung des Zeitplanes für die politischen Beratungen und Beschlussfassungen sowie für den Start der Liniennetzreform in der Zeit von April bis Juni 2017.

Verzögerungen gibt es aber bereits: Laut Zeitplan wollte die KVG bis September die öffentliche Diskussion ihres Entwurfs abgeschlossen haben. Nun ist Mitte November, und die Debatten in Ortsbeiräten sowie die Unmutsäußerungen von Verkehrs- und Umweltverbänden sowie anderen Organisationen ebben nicht ab. In dieser Woche erst wurden in Rothenditmold wieder 1600 Unterschriften für den Erhalt der Buslinie 27 übergeben.

Dennoch setzt die KVG darauf, dass der entscheidende Beschluss der Kasseler Stadtverordneten wie vorgesehen im Oktober 2016 gefasst werden kann.

Rubriklistenbild: © Malmus/Archiv

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