Ausbildung zum/zur Logistikmanager_in beginnt im Januar 2016

UNIKIMS: Weiterbildung zum Logistikmanager

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Auf die Zulieferung kommt es an: Wer zum Beispiel im Einkauf fünf Prozent spart, kann den Gewinn um bis zu 50 Prozent steigern.

Darum bildet die Unikims, die Management School der Universität Kassel und führender hessischer Unternehmen, den/die „Logistikmanager/in“ aus. Das Qualifizierungsangebot, das sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch ohne akademischen Abschluss richtet, läuft seit fünf Jahren mit reger Nachfrage als Inhouse-Schulung bei Unternehmen der Region.

Nun haben auch die Mitarbeiter anderer Unternehmen bereits zum dritten mal die Chance, in einem Programm über sechs Wochenenden am großen Erfolg der berufsbegleitenden Qualifizierungsoffensive teilzuhaben. Anmeldung: www.unikims.de/lm Die Schulung beginnt mit dem Erklären von Grundlagen der Logistik und dem Aufzeigen von zukünftigen Trends.

Im Rahmen des zweiten Moduls wird ein Spiel gespielt, das so genannte „Beer Game“. Das Spiel hat vier Teilnehmer: den Bierbrauer, den Abfüller, den Großhändler und den Einzelhändler. Die Spieler ent-scheiden hierbei autonom über Ihre Bestellungen bei den Lieferanten und Auslieferungen an die jeweiligen Kunden. Immer dann, wenn jeder einzelne in der Kette denkt, er habe alles im Griff durchkreuzt die Wirklichkeit seinen Plan vom guten Leben. Plötzlich scheint die Nachfrage des Endkunden zu steigen, weil offenbar Freunde zu Besuch kommen, oder das Lager des Einzelhändlers ist leer, obwohl sich die Kisten am Hof der Brauerei stapeln. „Die Spieler lernen, wie wichtig es ist, die gesamte logistische Kette zu kennen, von oben darauf zu schauen, und sich im Spiel nach vorn und hinten zu orientieren.“

Die Bullenpeitsche trifft alle

Denn im Beer-Game machen die Teilnehmer ganz rasch eine typische Erfahrung: Selbst wenn die Nachfrage des Endkunden nach dem Produkt gleich bleibt, bauen sich in der Lieferkette Nachfrage-Wellen mit Bergen und Tälern auf. Es kommt zum Bullwhip-Effekt, die Nachfrage schlängelt sich wie eine Peitsche. Der Effekt, sagen sie Fachleute, sei zwar nicht zu beseitigen, aber zu dämpfen. Efficient Consumer Response heißt das Zauberwort. Alle, die an der Lieferkette beteiligt sind, müssen möglichst alles möglichst gleichzeitig wissen. In den effektivsten Supermärkten fließen die Informationen über den Einkauf des Kunden vom Kassenscanner sogleich zum Hersteller und Lieferanten. Darauf wiederum lässt sich das Collaborative Planing Forecasting and Replanishment aufbauen, kurz CPFR genannt. Gemeinsam planen alle – vom Hersteller über den Logistiker bis zum Supermarkt – die Produktion und den Verkauf etwa von Bananen, die in einem Erdteil wachsen, mit Schiffen transportiert und auf dem Weg zum Kunden am anderen Ende der Welt punktgenau reifen müssen.

Das Ende der Überproduktion

Die immer bessere Planung in der Lebensmittelwirtschaft ist eine der Ursachen, warum es dort kaum noch eine Überproduktion gibt. Die engen Margen, die Verderblichkeit der Produkte und der ethische Druck, Verschwendung zu vermeiden, sind vermutlich Anreize, dass vor allem der Einzelhandel in der Lebensmittelwirtschaft damit begann seine Lieferkette so konsequent zu optimieren wie kaum eine andere Branche. Nun lernt die Industrie vom Gemüsehändler, und das Geschäft mit Bananen löst – zum Beispiel im Automobilbau – eine neue Revolution aus. Und dies alles lernen die Mitarbeiter der Unternehmen an der Unikims während des Beer-Games.

Im Spiel das Neue selber machen

Es ist also kein Zufall, die Schulung mit einem Spiel zu beginnen. Das Spiel löst die Spannung, nimmt die Angst vor dem Lernern, und es verspricht den größten Erfolg. Denn im Spiel lernen die Menschen am meisten, sagt der Forscher, der das Qualifizierungsprogramm entwickelt hat. Bei dem, der nur zuhören kann, bleiben 20 Prozent der Information hängen. Wer hört und sieht, kann sich 50 Prozent des Wissens merken, und wer spielt, das Neue also durch das Selbermachen lernt, eignet sich 90 Prozent der zu vermittelnden Kompetenz an.

In sechs Modulen zum/zur Logistikmanager/in

Auf das Beer Game folgt die Vermittlung der Grundlagen des Supply Chain Managements (SCM). Am folgenden Wochenende werden die Kursteilnehmer mit dem Modul Distribution und Transport vertraut gemacht. Das fünfte Modul ist der Produktion gewidmet. Denn neue Produktionsplanungs- und Produktionssteuerungsmethoden revolutionieren die Art wie wir Güter herstellen. Im sechsten und letzten Modul geht es darum wichtige strategische Managementmethoden für die angehenden Logistikmanager/innen zu beschreiben.

Qualifikation an sechs Wochenenden

Das nächste Programm beginnt im Januar 2016. Die Module werden an sechs Wochenenden jeweils am Freitag von 17 bis 20 Uhr und am Samstag von 9 bis 17 Uhr in der Universität Kassel angeboten. Das Angebot richtet sich an Logistiker und Nachwuchskräfte. Die Teilnehmer erhalten ein Zertifikat, ein Zeugnis und Credit-Points, die in einem späteren Studium angerechnet werden können. Die Teilnahme kostet € 1.400 je Person. Anmeldung und weitere Informationen unter: www.unikims.de/lm.

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