Forscher Kutschera meldet sich aus den USA

Geschlechterforschung: Kasseler Professor erntet Lob und Tadel

Kampf um die Geschlechter: Der Kasseler Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera entzweit mit seinen Thesen die Debatte darum, was Mann und Frau ausmacht. Foto: dpa

Kassel. Die einen halten die Äußerungen des Kasseler Uni-Professors Ulrich Kutschera für ein Unding, die anderen bestärken ihn.

Unsere Berichterstattung über die in dem neuen Buch des Evolutionsbiologen vorgetragene Generalabrechnung mit der Gender-Forschung (Geschlechterforschung) hat für eine kontroverse Diskussion gesorgt. Auch Kutschera selbst – der gerade an der Stanford University in Kalifornien weilt – meldete sich zu Wort.

Ulrich Kutschera

Der Professor hat in seinem Buch „Das Gender-Paradoxon“ einmal mehr der Gender-Forschung die Existenzberechtigung abgesprochen. „Pseudowissenschaft“, „Sekte“, „akademisch klingender Papiermüll“: Kutschera fand viele Begriffe, um die wissenschaftliche Disziplin, die auch an der Uni Kassel vertreten ist, zu diskreditieren.

Während sich die Uni-Leitung nicht weiter zum Verhalten des Biologie-Professors äußern will, nahm dieser selbst am Montag erneut Stellung: In seiner Reaktion dreht er den Spieß um. Er und andere Naturwissenschaftler würden von Vertretern der Gender-Studies herabgewürdigt, indem deren Erkenntnisse nicht anerkannt würden. Dies sei respektlos. Nach der Veröffentlichung seines neuen Buches habe eine „quasi-religiöse Jammer-Agenda“ eingesetzt, mit dem Credo „der böse Physiologie-Evolutionsbiologe Ulrich Kutschera kritisiert unsere Biologie-freie Geschlechterforschung - Motto - von Chemie haben wir nie etwas verstanden, daher haben wir Sozialkunde-Politik studiert ...“ Kutschera fordert in seiner Stellungnahme konstruktive Kritik, die seine Fakten zur Kenntnis nehme.

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