Investor will 50 Wohnungen nach ein paar Jahren frei vermieten

Neubau für Flüchtlinge soll bald in der Unterneustadt entstehen

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Hier sollen zunächst 200 Flüchtlinge einziehen: Der geplante Bau, vom Pulvermühlenweg aus gesehen. Nach ein paar Jahren und geringfügigen Umbauten sollen dann in 50 unterschiedlich große Wohnungen reguläre Mieter einziehen.

Kassel. In der Kasseler Unterneustadt soll demnächst ein Wohnkomplex neu gebaut werden, in dem die Stadt etwa 300 Flüchtlinge unterbringen will.

Weitere 280 Zuwanderer sollen bereits Mitte April in ein nahes Geschäftshaus am Platz der Deutschen Einheit einziehen, das zurzeit für Wohnzwecke umgebaut wird.

Während diese Pläne bereits seit November bekannt sind, wurde das Neubauprojekt an der Ecke Pulvermühlen- und Sommerweg hinter dem früheren Gefängnis Elwe jetzt den Bürgern in der Unterneustadt vorgestellt. Der Investor kalkuliert nach eigenen Angaben mit fünf bis sieben Jahren Nutzungszeit als Flüchtlingsunterkunft, danach will er mit nur leichten Umbauten 50 Mietwohnungen verschiedener Zuschnitte in dem viergeschossigen, L-förmigen Neubau schaffen. Schon von Beginn an werde das 4,5-Millionen-Projekt auf diese Perspektive ausgelegt.

Optisch und vom Baustandard her soll sich der Gebäudekomplex an jene Architektur anlehnen, die die Unterneustadt seit ihrer Wiedergründung vor gut 15 Jahren prägt. Auch während der Nutzungsphase als Flüchtlingsheim sollten „nicht bloß die Mindestanforderungen der Stadt erfüllt“ werden, sagte Investor Murat Çetinkaya. Der Architekt engagiert sich in seiner Heimatstadt Felsberg in der Flüchtlingshilfe. Als Betreiber der Einrichtung in Kassel wolle er sicherstellen, dass täglich rund um die Uhr Ansprechpartner für Bewohner und Behörden vor Ort seien.

Das grundsätzliche Aussehen des Neubaus auf einer Brachfläche am Pulvermühlenweg sei bereits mit der Stadt abgestimmt. Im April oder Mai solle Baubeginn sein, mit der Fertigstellung rechnet Çetinkaya für Sommer 2017.

Der Ortsbeirat hat Vorhaben wohlwollend aufgenommen. Ein Unterstützerkreis aus dem Stadtteil werde die Integration der Neuankömmlinge „konstruktiv begleiten“, sagte Ortsvorsteher Joachim Schleißing.

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