Auch Reisen und hochwertiger Schmuck

Am Valentinstag: Rote Rosen sind wieder der Renner

Blütentraum: Nadine Gumpmann vom Floristik-Studio in der Kurfürsten-Galerie inmitten von roten Blumen, die meistgekaufte Farbe zum Fest. Foto: C. Hartung

Kassel. Rosen, Parfüm, Halsketten und sogar Reisen schenken die Kasseler ihren Liebsten zum Valentinstag.

„Der Boom ist aber schon lange nicht mehr so wie vor ein paar Jahren“, sagt Astrid Gayk, Leiterin des Swarowski-Schmuck-Lädchens in der Königs-Galerie. Das bestätigt auch Thomas Steffen vom Blumenladen Blatt und Form an der Friedrich-Ebert-Straße. „Die Leute geben auch nicht mehr so viel aus wie noch vor 20 Jahren.“

In den Floristikgeschäften seien der Renner nach wie vor rote Rosen, sagt zum Beispiel Nadine Gumpmann vom Floristik-Studio in der Kurfürsten-Galerie. „Aber das ist eigentlich schade“, sagt Steffen. Die Preise für rote Rosen stiegen auf dem Großmarkt vor dem Fest enorm. „Ums Doppelte, wenn nicht sogar ums Dreifache“, sagt Steffen. „Deshalb müssen wir hier für den Valentinstag Rosen von einer minderwertigeren Qualität anbieten als normalerweise. Sonst könnten wir in Sträuße gerade mal zwei Rosen einbinden.“ Andernfalls würde es zu teuer.

Auch Frauen schenkten Männern Blumen zum Fest. „Dafür gibt es dann zum Beispiel Sträuße mit Bierflaschen“, sagt Sascha Sommer, Inhaber vom Floristik-Studio an der Friedrich-Ebert-Straße.

Im Schnitt geben die Kasseler zwischen zehn und zwanzig Euro für Blumen zum Valentinstag aus. „Der teuerste Strauß, der vorbestellt wurde, liegt bei 90 Euro“, sagt Sommer.

Bei Schmuck kann es aber auch mal mehr werden, betont Gayk. „Das fängt bei 30 Euro an und hört bei 500 Euro auf.“ Ringe gingen in „rauen Mengen“ über die Ladentheke, genauso wie Ketten mit Herzanhänger. Auch Städte- und Wellnessreisen würden zum Fest der Liebe verschenkt – „die Nachfrage ist aber überschaubar“, sagt Lutz Heierhoff von Ltur. Während Reisen und Schmuck einige Tage vor Valentinstag eingekauft werden, sind die Parfümerien Anlaufpunkt für Spontanschenker. „Samstag werden wieder Dutzende Männer auf den letzten Drücker vorbeikommen“, sagt Lorena Baruffaldi von Douglas. Viele Männer würden den Laden betreten, der Verkäuferin das Budget nennen und sagen: „Geben Sie mir dafür einfach irgendwas.“ Frauen wüssten hingegen, bevor sie den Laden betreten, was sie wollen.

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