„Vater“ der Kasseler Reformschule: Hans Rauschenberger ist tot

Professor Dr. Hans Rauschenberger. Foto: nh

Kassel. Professor Dr. Hans Rauschenberger, der „Vater“ der Kasseler Reformschule, ist tot. Er starb vergangene Woche, am 17. März, in seiner Heimatstadt Frankfurt im Alter von 87 Jahren.

Noch zum 25-jährigen Bestehen der Schule vor drei Jahren war der emeritierte Pädagogik-Professor an die Fulda gekommen, um das Jubiläum mitzufeiern und sich kompetent zu Wort zu melden. Die Entwicklung der Reformschule, die er wissenschaftlich begleitete, beobachtete er bis zum Schluss mit großer Aufmerksamkeit. Auf die Frage, ob die Reformschule die Versuchsschule geworden sei, die ihm Ende der 1970er-Jahre vorgeschwebt hatte, antwortete er 2013 gegenüber der HNA: „Versuchsschule bedeutet ja, dass nicht alles fertig und vorgegeben ist. Insofern bin ich positiv überrascht vom Ergebnis. Die Schule ist durch die Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern entstanden. Heute hat sie ihr starkes Profil gefunden.“

Der am 10. Mai 1928 geborene Rauschenberger wuchs in einem kleinen Ort bei Lörrach auf. In Kassel lehrte er von 1975 bis 1994 Pädagogik. Seit Ende der 1970er-Jahre hatte Rauschenberger mit Studenten der damaligen Gesamthochschule Kassel das Konzept einer reformpädagogischen Gesamtschule mit Grundstufe entwickelt. Er fand Unterstützer und Mitstreiter. 1988 war die Versuchsschule des Landes Hessen und der Stadt Kassel gegründet worden.

„Seine unermüdliche Arbeit, seine immer warmherzige, den Kindern und Lehrkräften zugewandte Art ist uns Vorbild und Ansporn, die Idee der Schule lebendig zu halten und ihre Praxis weiter zu entwickeln“, sagt Reformschulleiterin Elke Hilliger über Prof. Rauschenberger.

Er hinterlässt seine Ehefrau und fünf Kinder. Die Beisetzung findet heute in Frankfurt statt.

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