Als die Stars in Kassel Premiere feierten

Filmstadt Kassel: Viele Kinofilme der 1950er-Jahre wurden hier gedreht

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Rosen für den Staatsanwalt: Martin Held (mit Brille und Hut) und Walter Giller bei Dreharbeiten vor dem Hauptbahnhof.

Kassel. Heinz Rühmann, Hildegard Knef, Heinz Erhardt und viele mehr konnte man in den 1950er Jahren in Kassel hautnah erleben. Ein Rückblick.

Heinz Rühmann, Hildegard Knef, Heinz Erhardt, Hans Moser, Theo Lingen, Maximilian Schell, Alice und Ellen Kessler, Joachim Fuchsberger, Christine Kaufmann oder Johannes Heesters.

Natürlich die Autofahrer: Trude Herr, Peter Frankenfeld und Heinz Erhardt (von links) beim Dreh der legendären Autoszenen in Kassel.

Zwischen 1953 und 1960 konnte die Kasseler Bevölkerung die Stars von der Kinoleinwand regelmäßig hautnah erleben. Zahlreiche Kinopremieren wurden damals in der Stadt gefeiert. Die Stars kamen am Hauptbahnhof an und badeten dann in der Masse ihrer Fans. Das lag an Gerhard Theurich, dem Chef der Reiss-Filmtheater-Betriebe.

Anlässlich der Premiere „Immer die Radfahrer“ besuchten Corny Collins und Heinz Erhardt im Oktober 1958 das „Gloria“. Für den unvergesslichen Heinz Erhardt war das nicht der erste und letzte Aufenthalt in Kassel. 1959 wurde hier zum Beispiel eine Verfolgungsjagd für die Komödie „Natürlich die Autofahrer“ gedreht.

Einer der bekanntesten Filme, der in Kassel entstanden ist, ist „Rosen für den Staatsanwalt“, der 1959 mit Walter Giller und Martin Held in den Hauptrollen gedreht wurde.

Nach den 50er-Jahren wurde es ruhiger um die Filmstadt Kassel. Zwar entstand 1968 an der Hochschule eine Filmklasse, woraus sich auch das Kasseler Dokumentar- und Videofest entwickelte, allerdings wurde die Stadt viele Jahre als Filmkulisse kaum noch genutzt.

Tödliches Vertrauen: Otto Sander und Barbara Rudnik spielten die Hauptrollen.

Das änderte sich im Jahr 2002. Für das ZDF wurde der Thriller „Tödliches Vertrauen“ mit den mittlerweile verstorbenen und aus Kassel stammenden Schauspielern Barbara Rudnik und Otto Sander in den Hauptrollen gedreht. Ein Film, der bereits mehrfach ausgestrahlt wurde und die Stadt der Fernsehnation in eindrucksvoller Weise nähergebracht hat.

Von den unverbrauchten Filmmotiven war auch Regisseur Thomas Freundner begeistert, der im Frühjahr 2005 das Drama „Das unreine Mal“ drehte. In den vergangenen Jahren entstanden zudem „Pfarrer Braun - Grimms Mördchen“ (2010), „Ostwind (2013) und „V8² - Die Rache der Nitros“ (2013) in Kassel.

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