Aus dem „Topkapi“ wird das „denkMAHL“, auch "Lichtenhainer" wird neu

Gastronomie im Vorderen Westen: Viele Veränderungen im neuen Jahr

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Blickpunkt im Stadtteil: Die Gaststätte Zum Lichtenhainer war 1946 an der Elfbuchenstraße eröffnet worden. Auch die neue Pächterin, Franca Siebert, wird den Traditionsnamen beibehalten.

Kassel. Es herrscht großes Stühlerücken unter den Gastronomen im Vorderen Westen. Mit dem neuen Jahr gibt es viele Wechsel und Veränderungen.

Im Stadtteil Vorderer Westen blickt man gespannt auf das gute, alte „Lichtenhainer“. In dem markanten Traditionsgasthaus an der Elfbuchenstraße steht ein Pächterwechsel bevor. Das aktuelle Team verabschiedet sich nach neun Jahren am Karl-Marx-Platz am 21. Januar mit einem Gänseabschlussessen.

Am 1. April eröffnet hier Franca Siebert das neue Zum Lichtenhainer. Mit Traditionsgaststätten kennt sie sich aus: Zehn Jahre lang war sie für den Mittagstisch in der Gaststätte Lohmann im Königstor verantwortlich. Jetzt erfüllt sich die Gastronomin ihren Traum vom eigenen Lokal. Ihren Gästen will sie gut bürgerliche deutsche Küche mit regionalen Gerichten zubereiten. Allerdings wird die Italienerin auch mediterrane Akzente setzen. So werden die Gäste auf der Speisekarte neben Steaks und Schnitzel auch ausgefallene Gerichte finden wie „Lumpen und Flöhe“ (Krautsuppe mit Kümmel) oder Tafelspitz. Daneben kann schon mittags hausgemachte Pizza aus dem Steinofen und anderes verzehrt werden. Bis zum Frühjahr wird renoviert. Siebert: „Name und Charakter der Gaststätte bleiben bestehen, das Lichtenhainer ist schließlich eine Institution.“

Topkapi 

Aus dem „Topkapi“ wird das „denkMAHL“: Der neue Besitzer an der Friedrich-Ebert-Straße ist Sascha Kovacs, der auch das La Vision betreibt. Foto: Malmus

Einem Trauerfall geschuldet ist der Inhaberwechsel im ehemals türkischen Restaurant Topkapi an der Friedrich-Ebert-Straße / Ecke Querallee. Im August war überraschend der Inhaber Tanzer Fakerbasmaz gestorben. Jetzt hat der Kasseler Gastronom Sascha Kovacs, der unter anderem das „La Vision“ in der Königs-Galerie betreibt, das schöne Restaurant mit dazugehöriger Terrasse gekauft. Er wird hier demnächst seine „Brasserie mit regionalen Produkten“ eröffnen. Schon ab mittags will der 31-jährige Koch zu Flammkuchen, Pasta, aber auch zu Kalbsschnitzel und anderen Spezialitäten einladen. Sonntags soll es Brunch geben. Der Name, den er für sein Restaurant ausgesucht hat: „denkMAHL“. Wenn einige Renovierungsarbeiten für einen Look im Kolonialstil abgeschlossen sind, will Kovacs Mitte März eröffnen.

Veränderungen in der Kneipen-Szene im Westen

Bitburger Bierhaus, Xallo Cook und Marth 

Neben den neuen Inhabern in den Gaststätten Zum Lichtenhainer und Topkapi gibt es weitere Veränderungen in der Kneipenszene in Kassel.

Wo früher eine Bankfiliale residierte, an der Friedrich-Ebert-Straße/Ecke Friedrich-Engels-Straße, ist Mitte Dezember das großzügig angelegte Bitburger Bierhaus eingezogen. Es ist das siebte Bierhaus, das nach dem Konzept der Bitburger Braugruppe in Deutschland eröffnet wurde. Im Zentrum der Gaststätte stehen eine lange Theke sowie ein Selbstzapftisch. Gastgeber ist Mohsen Khosravani. Auch die Speisekarte mit regionalen Gerichten ist auf Bier ausgelegt.

Das ehemalige, über viele Jahre von Gastronom Frank Marth geführte Marth an der Wilhelmshöher Allee / Germaniastraße hat ebenfalls eine neue Betreiberin, sie wollte aber gegenüber der HNA keine Angaben machen.

Noch nicht fest steht, wer in die seit Herbst geschlossene Xallo-Cook-Bar einzieht. Nach Informationen der HNA soll es mehrere Interessenten geben.

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