Goetheanlage, HSS & Co: Warum Vandalismus in Kassel Folgen haben muss

Kassel. Ein Schulhof als regelrechts Schlachtfeld, eskalierte nächtliche Partys im öffentlichen Raum: Kavaliersdelikt? Nein, wenn man die Folgen bedenkt, kommentiert Christina Hein.

Wer hier gehaust hat, hat ein ganzes Arsenal an sinnloser und brutaler Zerstörungswut aufgeboten. Warum nur?

Mit jugendlichem Übermut hat das nichts mehr zu tun. Nicht einmal das Alkohol-Argument zieht. Hier wird ein Ort heimgesucht von Menschen, die systematisch Spaß am Kaputtmachen haben.

Wir schätzen in südlichen Ländern die urbane Qualität, dass sich Menschen bis spät in die Nacht auf öffentlichen Plätzen aufhalten und den Sommer genießen. Auch Kassel ist in den vergangenen Jahren mehr und mehr zu einer schönen Stadt mit vielen Orten von einladender Aufenthaltsqualität geworden.

Gerade die Zerstörer nutzen sie. Ist ihnen – zu irgendeinem nüchternen Zeitpunkt – diese Diskrepanz bewusst?

Bislang gab es kein Verbot, den Schulhof außerhalb der Schulzeit zu betreten. Die Schule tolerierte, dass jeder auf ihren Schulhofbänken Platz nimmt und sich an den Blumenkübeln erfreut.

Die Antwort auf Vandalismus wird sein, dass die Räume eingegrenzt, videoüberwacht, Freiheiten beschränkt werden sowie Ordnungsamt und Polizei, vielleicht sogar Wachdienste künftig verstärkt patrouillieren werden. Ist das der Sommerspaß, den sich irgendjemand für unsere Stadt wünscht? Wohl nicht. 

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