Eröffnung am 22. September

Palais Hopp: Varieté-Vielfalt im ehemaligen Starclub in Kassel

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Schwarz statt Rot: Varieté-Betreiber Jörg Heckmann auf der Baustelle im neuen Palais Hopp, das ganz anders aussieht als vor dem Umbau.

Kassel. In vier Wochen bricht in Kassel eine neue Varieté-Ära an: Aus dem Starclub wird das Palais Hopp. Die neuen Betreiber wollen auch eine jüngere Zielgruppe anlocken.

Knapp einen Monat vor der Eröffnung des Palais Hopp erkennt man den ehemaligen Starclub nicht wieder. Das traditionsreiche Varieté in der Goethestraße ist eine Baustelle. Und trotzdem kann man bereits gut absehen, was die neuen Betreiber Jörg Heckmann und Gerrit Bamberger ihren Besuchern ab dem 22. September bieten wollen. Ein Überblick.

Der Saal 

Im Moment hat der große Raum mit dem alten Starclub, in den Götz Ohlendorf 20 Jahre das Publikum lockte, nicht viel gemein. Die Wände sind schwarz statt rot, damit Lichteffekte besser zur Geltung kommen. Die Theke ist verschwunden. Dadurch wurde die Kapazität von 120 auf 130 Sitzplätze erhöht. Gleichzeitig wird es im Saal ruhiger. „Die Theke war einer der größten Störfaktoren“, sagt Heckmann. Früher dachte man ja bisweilen, das Röcheln der Kaffeemaschine gehöre zum Bühnenprogramm.

Nun kann man sich ganz auf die Bühne konzentrieren. Die misst in der Tiefe 3,50 Meter und damit einen Meter mehr als früher, was die Sicherheit für die Besucher in der ersten Reihe erhöht. Zudem können Artisten engagiert werden, für die die alte Starclub-Bühne zu klein war.

Das Programm 

Noch ist es eine Baustelle: Varieté-Betreiber Jörg Heckmann mit Gerrit Bamberger.

Über das erste Programm, das am 22. September Premiere hat, sagt Heckmann: „Man muss das Varieté nicht neu erfinden.“ Trotzdem spricht „Street-Live“ neue Zielgruppen an, die jünger als das traditionelle Publikum sind. Moderator Kai Eikerman ist nicht nur Comedian, sondern auch Breakdancer. Und neben Stars des klassischen Varietés treten der Beatboxer Raphael Schall und Frank Wolf auf, der als Deutschlands bester BMX-Rad-Artist gilt.

Auch mit wiederaufgenommen Reihen wie dem Kasseler Komedy-Klub Kakk von Brian O’Gott (ab dem 4. Oktober), dem Musik-Programm Soul Brothers mit O’Gott und Blues-Gitarrist Stolle (ab dem 27. September), Angeboten für Kinder sowie Lesungen könnte das Publikum verjüngt werden. Darum gibt es nicht nur Rabatte für Studenten. Donnerstags und sonntags sind die Karten für alle fünf Euro günstiger als sonst.

Der Name 

Bis sie auf den neuen Namen für ihr Varieté kamen, haben Heckmann und Bamberger 300 andere Begriffe gewälzt. Der neue Name ist doppelt passend: Einerseits steht er für das Palastartige des Ortes, andererseits kündigt er wie die Redewendung „Allez hopp“ Großes an. „Wie ein Löwe, der durch einen brennenden Reifen springt“, sagt Heckmann.

Ganz so abenteuerlich wird es für ihn und Bamberger sicher nicht, aber es wird kein leichtes Kunststück, die Varieté-Fans daran zu gewöhnen, dass es bald nicht mehr heißt: „Wir gehen in den Starclub.“ Sondern: „Wir gehen ins Palais Hopp.“

Karten und Informationen zu weiteren Veranstaltungen:www.palais-hopp.de

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