Menschen teilweise vermummt

Pro-kurdische Kundgebung: Brennende Reifen auf Friedrich-Ebert-Straße

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Kassel. Brennende Reifen und eine offenbar spontane Kundgebung sorgten am späten Mittwochabend für einen Einsatz von Polizei und Feuerwehr in Kassel.

Laut Polizeibericht haben sich mehrere Zeugen bei der Polizei gemeldet und gegen 22 Uhr von brennenden Altreifen und einer Gruppe von 20 bis 30 Menschen berichtet. Unter den Leuten, die sich an der Friedrich-Ebert-Straße / Ecke Friedrich-Engels-Straße zusammengefunden hatten, waren auch einige vermummte Personen.

Ersten Ermittlungen zufolge hatte sich die Gruppe wohl spontan an diesem Ort für eine Kundgebung mit Fackeln, Abfeuern einer Feuerwerksbatterie und dem Hochhalten eines Transparentes mit Öcalan-Konterfei zusammengefunden. Unter Anwohnern wurde laut Informationen unserer Zeitung zuerst vermutet, dass auch Waffen abgefeuert wurden. Dabei handelte es sich offenbar aber nur um besagte Feuerwerkskörper.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr hatten sich die Teilnehmer der Kundgebung bereits in verschiedene Richtungen verstreut. Es kam bis Mitternacht zu keinen weiteren Aktionen. Im Nachgang entdeckte die Polizei an einer nahegelegenen Straßenbahnhaltestelle eine Farbschmiererei mit den drei Buchstaben "PKK". Die Abkürzung steht für die entsprechende kurdische Untergrundorganisation. Zu Festnahmen im Rahmen der Fahndung kam es bisher nicht.

Die vier angezündeten Altreifen waren schnell von der Feuerwehr gelöscht. Menschen kamen nicht zu schaden. Während der Tatortaufnahme wurde der Verkehr auf der Friedrich-Ebert-Straße stadteinwärts bis etwa 23.15 Uhr gestoppt. Die Polizei hat nach Zeugenbefragungen die Ermittlungen aufgenommen.

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