GWH Wohnhochhaus Westend-Turm - Baustart im Frühsommer?

Großstadtflair am Motzberg im Vorderen Westen: Diesen Entwurf des Kasseler Büros Roller Architekten für ein Wohnhochhaus will die GWH ab Frühsommer 2016 an der Westendstraße bauen. 
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Großstadtflair am Motzberg im Vorderen Westen: Diesen Entwurf des Kasseler Büros Roller Architekten für ein Wohnhochhaus will die GWH ab Frühsommer 2016 an der Westendstraße bauen. 

Vorderer Westen. Bereits im Frühsommer 2016 hofft die Wohnungsgesellschaft Hessen (GWH) auf den Baustart für das geplante elfgeschossige Hochhaus an der Westendstraße. 

Im November dieses Jahres erwartet GWH-Bereichsleiter Christian Wedler ein positives Votum der Ortsbeiräte Vorderer Westen und Mitte. Im Winter könnten die Stadtverordneten über den Bebauungsplan entscheiden und im Rathaus der Bauantrag bearbeitet werden. Das Unternehmen will in den 35 Meter hohen Westend-Turm mit bis zu 22 Eigentumswohnungen annähernd sechs Millionen Euro investieren. Unter dem Hochhaus wird eine Tiefgarage entstehen.

Mit dem Wohnturm zwischen der Königstor-Sporthalle und einem fünfgeschossigen GWH-Mehrfamilienhaus will das Wohnungsunternehmen im Westend ein architektonisches Ausrufezeichen setzen. Man baue bewusst nicht im Hinblick auf größtmöglichen Profit, erklärt Wedler. Man verstehe den transparenten Bau mit seinen Rundungen als eine Hommage an die 1950er-Jahre. Der Entwurf stammt vom Büro Roller Architekten aus Kassel und kam beim Architekten-Wettbewerb für das Wohnhochhaus auf den ersten Platz.

Kritik von Anwohnern

Christian Wedler

Das Vorhaben stößt im Quartier am Motzberg auf Kritik von Anwohnern der Westend- und der Motzstraße. Während sich die Mitglieder der beiden beteiligten Ortsbeiräte bisher überwiegend positiv zu dem Entwurf der Roller- Architekten äußerten, stand bei den Anwohnern vor allem die geplante Höhe des Gebäudes in der Kritik. Der Neubau nehme dem Umfeld Licht und Sonne, wird beanstandet. Das Wohnhochhaus orientiere sich an den beiden benachbarten GWH-Hochhäusern an der Friedrich-Ebert-Straße 67 und 69, hält Wedler der Kritik entgegen. Freilich wird der Westend-Turm die Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft an der Westend- sowie Motzstraße deutlich überragen.

Kaum wurden die Baupläne im Mai dieses Jahres bekannt, standen Wohnungsinteressenten in der GWH-Geschäftsstelle an der Kölnischen Straße 4 Schlange. „Es gibt eine große Nachfrage“, sagt Wedler. Die Vermarktung der Wohnungen in Größen zwischen 60 und über 100 Quadratmetern habe aber noch nicht begonnen. Auch die genaue Aufteilung der Wohnungen auf einer Fläche von insgesamt 2400 Quadratmetern sei noch in Planung.

Im Wohnquartier rund um den Motzberg vermietet die GWH insgesamt etwa 400 Wohnungen. Im Wohnhochhaus an der Goethestraße 15 betreibt das Unternehmen in Zusammenarbeit mit den Diakoniestationen der evangelischen Kirche in Kassel das Wohnprojekt Goethe 15 sen. Im Erdgeschoss des Hauses hat die Diakoniestation einen Pflegestützpunkt für den Kasseler Westen eingerichtet. Von hier werden die Pflegeleistungen für den Stadtteil koordiniert. Die älteren Mieter im Haus können neben der ambulanten Pflege auch haushaltsnahe Dienstleistungen nutzen.

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