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VW-Automaten-Affäre - erste Güteverhandlung vor Arbeitsgericht gescheitert

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Kassel. Die erste Güteverhandlung zwischen der Volkswagen AG und zweier ehemaliger Mitarbeiter des Werks Kassel in Baunatal ist am Freitag vor dem Arbeitsgericht gescheitert.

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Insgesamt klagen zwölf ehemalige Mitarbeiter gegen ihre fristlose Kündigung. VW hat zwölf Werksangehörigen sowie vier Mitarbeitern von VW-Tochterfirmen gekündigt, weil sie sich auf Konzernkosten an defekten Zigarettenautomaten bereichert haben sollen. Bei der so genannten Automaten-Affäre soll VW ein Schaden von 32 000 Euro entstanden sein.

Nach Angaben von VW-Justiziar Gerhard Klenner haben insgesamt 239 Mitarbeiter im Kasseler Werk ihre Chipkarten unrechtmäßig aufgeladen. Das Unternehmen habe aber nur jenen Mitarbeitern gekündigt, die mehr als 150 Euro auf ihre Ausweise aufgeladen hätten. Die anderen seien mit einer Tagesgeldbuße oder Versetzungen in andere Abteilungen abgemahnt worden.

Die zwei ehemaligen Mitarbeiter, die am Freitag vor Gericht waren, sollen 1180 Euro beziehungsweise 1178 Euro unrechtmäßig auf ihre Werksausweise geladen haben. Ein Kläger soll gar 1738 Euro auf seine Karte gebucht haben. Da die erste Güteverhandlung gescheitert ist, wird es am 9. Juni einen Kammertermin im Fall dieser beider Männer vor dem Arbeitgericht geben. (use)

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