Aktion soll für Cannabis-Legalisierung werben

Wahl in Kassel: Vier Frauen wollen Hanfkönigin werden

Kassel. Jedes Rauschmittel hat seine Hoheiten: So gibt es Wein- und Bierköniginnen zuhauf. Nun soll am Freitag in Kassel die erste deutsche Hanfkönigin gewählt werden.

Mike Freidank, der Inhaber des Kasseler Geschäfts für Hanfbedarf Jelly Joker und Organisator der ungewöhnlichen Miss-Wahl, will damit für die Legalisierung der Droge Cannabis werben.

Am Freitag (19. Dezember) treten ab 22 Uhr in der Diskothek „Das erste Mal“ an der Neuen Fahrt 4 die vier Finalistinnen gegeneinander an. Sie wurden in einer Online-Abstimmung auf der Internetseite www.hanfkoenigin.de ausgewählt.

Nach dem Willen von Freidank soll die gekürte Hanfkönigin zu „einer Botschafterin des Hanfes“ werden und für mehr Akzeptanz in der Gesellschaft sorgen.

Tatsächlich stammen auch die vier Bewerberinnen zum Teil aus sehr bodenständigen Verhältnissen: Da wäre zum Beispiel die Rechtsanwaltsfachangestellte und alleinerziehende Mutter Katharina Walter (33) aus dem Dorf Unterwössen in Oberbayern. Sie setzt sich seit Jahren für die Legalisierung von Cannabis ein. Durch ihre Erkrankung an Hepatitis C habe sie den medizinischen Nutzen der Pflanze für sich entdeckt.

Dann ist da noch Jessica Nicol Koch (24), die aus Offenbach stammt und jetzt unter anderem als Dekorateurin arbeitet. Und Ines Thamm („gefühlte 30“) aus Bonn. Die Hotelkauffrau muss sich derzeit wegen illegalem Hanfanbau verantworten. Die letzte Finalistin heißt Lisa Richter (22). Die Mediengestalterin aus Bremen bezeichnet sich als passionierte Hanf-Freundin.

Diese Frauen wollen Hanfkönigin werden

Der Gewinnerin winken nicht nur eine Krone und eine Schärpe, sondern auch 500 Euro Preisgeld.

Der Eintritt zur Misswahl mit anschließender Party kostet fünf Euro.

Von Bastian Ludwig

Rubriklistenbild: © dpa

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