„Wir sind sehr stark gewachsen, vor allem international“,

Anlagenbauer AuE investiert in Waldau: Halle für zwei Mio. Euro

Die Arbeiten zum Bau einer dritten Halle für den Maschinenbauer AuE an der Heinrich-Hertz-Straße im Industriepark haben begonnen. Im November soll sie bezugsfertig sein. Foto: Koch

Kassel. Der Kasseler Anlagenbauer AuE GmbH wächst und investiert kräftig in seinen Standort an der Heinrich-Hertz-Straße im Industriepark Waldau.

Nach Angaben von Geschäftsführer Karsten Freimuth entsteht dort für zwei Millionen Euro die dritte Halle. Ende April haben die Bauarbeiten begonnen, im Frühjahr wollen die Mitarbeiter die neuen Räume beziehen. Grund für die Investition sind die gute Auftragslage und das starke Wachstum des mittelständischen Unternehmens. Seit dessen Übernahme durch die Münchner Strama-Gruppe vor sieben Jahren hat sich die Zahl der Beschäftigten auf aktuell 156 mehr als verdoppelt. Allein in den vergangenen zwei Jahren entstanden 26 neue Stellen. Damals war das Unternehmen insolvent.

„Wir sind sehr stark gewachsen, vor allem international“, erklärt Freimuth und nennt große Projekte in China, den USA, Kanada und Mexiko, aber auch im Inland. AuE steht für Automation und Engineering, also für Automation und Ingenieurwesen, und bietet Montagelinien für Pkw- und Lkw-Achsen sowie Mess-, Einstell- und Transporttechnik an. AuE ist laut Freimuth der „weltweite Achsspezialist, der sich so stark auf dieses Thema konzentriert“. Die Kasseler arbeiten für alle deutschen und viele ausländische Autobauer sowie für namhafte Zulieferer.

In der neuen Halle sollen auch Sozialräume für weibliche Mitarbeiter eingebaut werden. Gleichzeitig soll die Ausbildung, die derzeit mit einem externen Dienstleister zum Teil außerhalb der eigenen Räume stattfindet, ganz ins Unternehmen geholt werden. „Wir können die jungen Leute dann besser für unsere Bedürfnisse ausbilden“, erklärt Freimuth. 17 junge Menschen machen derzeit eine Lehre bei AuE. Die Ausbildungsquote ist mit 12,2 Prozent überdurchschnittlich hoch.

In diesem Jahr will der Maschinenbau-Spezialist 36 Millionen Euro umsetzen, 2017 sollen es 40 Mio. Euro werden – doppelt so viel wie 2012. Für die überschaubare Zukunft rechnet Freimuth mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von jährlich acht Prozent.

Die Strama-Gruppe stellt mit mehr als 1000 Beschäftigten neben Montagelinien und Einstelltechnik für Achsen auch Karosserie-Rohbauanlagen, Prüfstände, Zerspanungstechnik und Sondermaschinen her.

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