Aufgrund dichter Unterwasserpflanzen kein Erfolg

Badeunfall im Bugasee: Polizei stellt Suche nach vermisstem Schwimmer ein

Kassel. Die Polizei hat die Suche nach dem verunglückten Schwimmer im Bugasee am Mittwoch vorerst eingestellt. Taucher der Bereitschaftspolizei aus Mühlheim am Main hatten den Bereich des FKK-Sees, in dem der Mann untergegangen war, am Vormittag nochmals abgesucht.

Wegen der dicht gewachsenen Unterwasserpflanzen gestaltete sich die Suche aber erneut sehr schwierig. Nach drei Stunden brachen die Taucher ihren Einsatz schließlich mangels Aussicht auf Erfolg ab.

Aktualisiert 18.37 Uhr.

Wie berichtet, war am Montagvormittag ein 78-Jähriger aus Kassel beim Baden verunglückt. Seine 73-jährige Freundin, die ihn noch um Hilfe rufen hörte, zeigte den Polizisten am Mittwoch die Stelle, wo er untergegangen sein soll - etwa 50 Meter vom Ufer entfernt. Weiter hinten im See hatten am Dienstagabend Leichenspürhunde angeschlagen, die speziell für den Einsatz an Gewässern ausgebildet sind. In dem Korridor zwischen den beiden Punkten versuchten die Taucher, den Verunglückten aufzuspüren. Dabei mussten sie sich durch die dichten Unterwasserpflanzen vortasten. Die Sichtweite betrug nur 50 Zentimeter. „Der Bewuchs ist extrem“, sagte Andreas Wagenknecht, Einsatzleiter der Taucherstaffel.

Auch ein Sonarboot der Wasserschutzpolizei aus Wiesbaden war deshalb nur eingeschränkt einsetzbar. Das Echo der von dem Ortungsgerät ausgesandten Schallwellen kann eigentlich Hinweise darauf geben, wo sich ein Körper oder Gegenstände im Wasser befinden. Doch der Schall brach sich auch an den vielen großblättrigen Unterwasserpflanzen. „Das wird alles weggestreut“, sagte Wagenknecht.

Gegen 13.15 Uhr brachen die Spezialkräfte den Einsatz ab. „Das ist schon frustrierend, wenn man weiß, er muss hier irgendwo sein, aber man findet ihn nicht“, sagte Kriminaloberkommissar Horst Cäsa, der ebenfalls seit 10 Uhr am Ufer ausgeharrt hatte. Die Kasseler Kripo ist für die Ermittlungen in der Vermisstenfall zuständig.

Solange sich keine neuen Erkenntnisse für eine gezielte Suche ergeben, bleibt den Ermittlern nichts übrig als abzuwarten. Notfalls, bis der Leichnam von allein aufsteigt. Dies dauert in der Regel einige Tage. „Wir können nur hoffen, dass die Pflanzen ihn nicht halten“, sagte Wagenknecht, bevor er mit seinem elfköpfigen Team wieder nach Südhessen aufbrach. Der FKK-See bleibt gesperrt, bis der Verunglückten geborgen ist.

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