Kein Parkverbot an B 83

Beschwerden wegen zu vieler Autos am Metro-Flohmarkt in Waldau

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Es war viel los auf der Landesstraße 3460 (früher B 83): Während des Flohmarkts auf dem Metro-Parkplatz stellten viele Besucher am Sonntag ihren Wagen am Rande der Landesstraße (hier Richtung Kassel) zwischen Fuldabrück und Kassel ab.

Kassel. „Es ist ein Wunder, dass hier noch niemand zu Schaden gekommen ist“, sagt ein Ehepaar aus Fuldabrück. Die beiden sprechen über die Situation an jedem ersten Sonntag im Monat, wenn auf dem Metro-Parkplatz im Industriegebiet Waldau ein Flohmarkt stattfindet.

Am vergangenen Sonntag sei die Straße in Richtung Fuldabrück wieder an jeder Seite zugeparkt gewesen. Die Besucher des Flohmarkts stellten nicht nur ihre Autos am Rand ab, sondern liefen auch einfach über die Straße, selbst Senioren mit Rollatoren. Das seien „unhaltbare Zustände, kritisiert das Paar.

Ist es überhaupt erlaubt, auf der B 83 zu parken, schließlich handelt es sich um eine Bundesstraße? Nicht mehr, wie Polizeisprecher Torsten Werner erklärt. Vor einigen Jahre sei die B 83 in diesem Bereich (bis hinter Guxhagen-Wollrode) in eine Landesstraße umgewandelt worden. Und bei Landesstraßen existierten am Rand keine Parkverbote. Der Polizei sei bekannt, dass im Bereich des Metro-Parkplatzes viel los sei, wenn der Flohmarkt stattfindet. „Aber es gibt keine besonderen Auffälligkeiten. Wir werden nicht oft gerufen.“

Auch das Ordnungsamt der Stadt Kassel war am Sonntag dort wieder im Einsatz. Die Mitarbeiter der städtischen Verkehrsüberwachung hätten Ordnungswidrigkeiten geahndet, sagt Sascha Stiebing, Sprecher der Stadt. Erfahrungsgemäß würden bei dieser Veranstaltung Verwarnungen wegen Gehwegparken, Parken auf dem Grünstreifen und Parken in Feuerwehrzufahrten (überwiegend in der Falderbaumstraße) festgestellt.

Die Anzahl der Verstöße mit Verwarngeld habe dabei aber stets im einstelligen Bereich gelegen, sagt Stiebing. Die örtliche Zuständigkeit an der Landesstraße ende jedoch für die Stadt Kassel in Höhe der Abzweigung Falderbaumstraße (Stadtgrenze). Weiterführend stadtauswärts sei die Gemeinde Fuldabrück zuständig. Bei der Verwaltung in Fuldabrück habe es bislang keine Beschwerden über die Zustände während des Flohmarkts gegeben, sagt Oliver Brandenstein, Sachgebietsleiter Bürgerservice, Ordnung und Soziales.

Am vergangenen Sonntag sei der Flohmarkt aufgrund des guten Wetters sehr gut besucht gewesen, sagt Veranstalter Christian Rode. „Es war sehr voll. So voll ist es in der Regel nicht.“ Er schätzt die Zahl der Besucher zwischen 3000 bis 5000. Da der Eintritt frei ist, würden die Besucher auch nicht gezählt, sagt Rode.

Aufgrund der vielen Menschen und dem daraus resultierenden Verkehr sei es zu Verzögerungen auf der Straße gekommen, räumt Rode ein. Aber Ordner hätten sich gekümmert. „Das ist alles im Rahmen geblieben“, sagt der Veranstalter. Die Menschen müssten einfach ein wenig mehr Rücksicht aufeinander nehmen. „Vielen Leuten fehlt heute aber die Geduld.“

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