Unternehmen will Streit beilegen

Nach Ärger um Abrechnungen: Buwog will jährlich 1,5 Mio. Euro in Wohnungen investieren

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Seit Oktober 2013 im Eigentum der österreichischen Buwog AG: Eines der Mietshäuser an der Görlitzer Straße in Waldau. Dort gehören insgesamt 841 Wohnungen zum Bestand der Buwog-Gruppe, die in Kassel insgesamt 1506 Wohnungen besitzt.

Waldau. Das Wohnungsunternehmen Buwog will dem Dauerärger um Betriebskostenabrechnungen für die 841 Wohnungen in Waldau ein Ende bereiten.

Zudem sollen in den Kasseler Wohnungsbestand von insgesamt 1506 Wohnungen auch in anderen Stadtteilen künftig jährlich 1,5 Millionen Euro investiert werden.

Anfang März dieses Jahres will die Buwog-Gruppe den Rechtsanwälten des Mieterbundes Nordhessen, die mehrere Hundert Mieter aus Waldau vertreten, die detaillierte Prüfung der Betriebskostenabrechnung 2014 ermöglichen. Um die noch stärker umstrittenen Abrechnungen für das Jahr 2013 zur Detailprüfung vorlegen zu können, brauche man noch etwas Zeit.

Thorsten Gleitz

Bis Juni 2016 werde man das Thema aber abhaken können, sagt Buwog-Sprecherin Elke Hildebrandt: „Wir wollen alle Fragen und Zweifel bis zur Jahresmitte klären.“ Thorsten Gleitz, Buwog-Geschäftsführer Immobilienmanagement Deutschland, verspricht „maximale Transparenz“. Man sei gewillt, alles korrekt zu regeln, die Mieter sollten dem Motto der Buwog entsprechend „glücklich wohnen“.

Der Mieterbund hatte schwere Vorwürfe erhoben, die Abrechnungen in vielen Fällen als falsch bezeichnet und bemängelt, dass eine ordnungsgemäße Belegeinsicht bisher nicht möglich gewesen sei. Man lege Wert auf künftig gute Zusammenarbeit mit dem Mieterbund, gibt Gleitz das Ziel vor. Und: Mögliche Fehler des vorigen Verwalters, der Bonner Hausverwaltung Ratio Haus mit Grund, „gehen nicht zu Lasten der Mieter“.

Der Wohnungsbestand in Kassel soll Stück für Stück in Ordnung gebracht werden, sagt Uwe Stiddien, Teamleiter für den Buwog-Bereich Braunschweig/Hannover, zu dem auch die Wohnungen in Kassel gehören. Neue Bäder, Böden, Elektroleitungen und teilweise auch neue Fenster sind die Stichworte.

Um die jährlichen Mieterwechsel in Kassel (9,6 Prozent) und den Leerstand (5,6 Prozent) zu verringern, „müssen wir investieren“, erklärt Stiddien. Bis zum April dieses Jahres sollen bereits 100 Wohnungen in Kassel saniert sein.

Neben Waldau ist der Stadtteil Nord-Holland ein weiterer Schwerpunkt. Dort würden in den Häusern Friedrich-Wöhler-Straße 11 bis 19 umfangreiche Instandhaltungsarbeiten ausgeführt.

In der Kasseler Nordstadt werde man auch in Häuser an der Kepler- sowie Holländischen Straße weiter investieren. Der Grund: Weil die Wohnungen in unmittelbarer Näher zur Universität liegen, seien sie besonders von Studierenden sehr gefragt, sagt Uwe Stiddien von der Buwog.

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