Von Maßnahmen sind mindestens neun Geflügelhaltungen in Stadt und Landkreis betroffen

Vorsorge gegen Vogelgrippe in Kassel: Vogelschau abgesagt

Kassel. Die Angst vor der Vogelgrippe schwappt in die Region: Die Fuldaaue bei Kassel, in der sich viele Zugvögel tummeln, wurde vom Land zum Risikogebiet erklärt.

Aktualisiert um 17.35 Uhr

In diesem gilt ab nächster Woche die Stallpflicht für Geflügel. Von der Vorsichtsmaßnahme ist auch Deutschlands größte Vogelschau betroffen, die nächstes Wochenende in den Kasseler Messehallen stattfinden sollte. Weil die Hallen nahe der Aue liegen, hat das Regierungspräsidium Kassel (RP) die Veranstaltung untersagt. Hintergrund der kurzfristigen Absage und der Stallpflicht ist die sich ausbreitende und hochansteckende Vogelgrippe. Diese wurde zuletzt in Nord- und Süddeutschland vorwiegend bei Wildvögeln nachgewiesen. Um eine Ausbreitung nach Hessen zu verhindern, wo bislang kein Vogelgrippefall bekannt wurde, hat das Land vorsorgliche Maßnahmen ergriffen. Der Erreger der klassischen Geflügelpest H5N8 ist für Menschen ungefährlich. 

In Stadt und Kreis Kassel sind mindestens neun Geflügelhaltungen betroffen. Es handelt sich um vier Betriebe auf dem Stadtgebiet sowie die fuldanahen Bereiche des Baunataler Ortsteils Rengershausen, der Fuldabrücker Ortsteile Bergshausen, Denn- und Dittershausen sowie des Niestetaler Ortsteils Sandershausen. 

Zur Vogelschau in Kassel reisen jährlich 1000 Züchter mit 14.000 Tieren aus ganz Deutschland an. Vor diesem Hintergrund war dem RP das Risiko zu groß, dass die Epidemie sich ausbreiten könnte. Virologen des Landeslabors hätten zur Absage geraten, teilt RP-Sprecher Michael Conrad auf HNA-Anfrage mit. Veranstalter der Bundesvogelschau ist die Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht. Dessen Vizepräsident Jörg Ehlenbröker bedauerte gegenüber der HNA die Absage. Neben den Fuldaauen wurde in der Region auch der Edersee als Risikogebiet eingestuft.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ ZB

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