Statt Unkraut Hecke vernichtet

Wehlheiden: Gasbrenner löste Feuerwehreinsatz aus

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Abgebrannt: Die Hecke von Gunter Schalow am Kleinen Holzweg wurde am Dienstag durch ein Feuer vernichtet.

Wehlheiden. Gunter Schalow aus Wehlheiden erfreute sich an seiner Hecke aus Thuja-Lebensbäumen. „Die war so schön gepflegt und akkurat geschnitten.“

Von der grünen Pracht ist seit Dienstag nichts mehr übrig. Rund 27 Meter Hecke sind auf dem Grundstück am Kleinen Holzweg abgebrannt. Ursache ist ein Unfall bei der Gartenarbeit. Schalow berichtet, dass ein Nachbar mit einem Unkrautbrenner die Platten vor dem Haus reinigen wollte. Dabei sprang wohl ein Funken auf Schalows Hecke über. Innerhalb kurzer Zeit hätten die Flammen meterhoch geschlagen. „Wir haben Glück gehabt. Das ganze Haus hätte brennen können“, sagt Schalow.

Die Feuerwehr war mit einem Löschfahrzeug im Einsatz. Die Hecke sei sehr trocken gewesen, da komme es hin und wieder zu solchen Bränden, sagt Thomas Fleck von der Berufsfeuerwehr. Er bezeichnet den Brand als „klassischen Fall von Fahrlässigkeit“. Der Verursacher habe offenbar nicht mit genügend Weitblick gehandelt. Bei den sogenannten Unkrautvernichtungsgeräten handelt es sich um Gasbrenner, die es in jedem Baumarkt gibt.

Gunter Schalow ist seinem Nachbarn nicht böse. „Der kann ja nichts dafür und hat den Brand nicht mit Absicht verursacht.“ Schalow hat selbst solch einen Gasbrenner angeschafft. Er bedauert indes, dass man nicht mehr alle Unkrautvernichtungsmittel in den Baumärkten bekommt, da sie zum Teil verboten sind. Mit einem flüssigen Mittel habe er immer gut gegen das Unkraut auf der Terrasse vorgehen können, so Schalow.

Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf Bürgersteigen, Gehwegen, Hofflächen, Zufahrten ist durch das Pflanzenschutzgesetz aber streng verboten. Denn die Pestizide könnten mit dem abfließenden Oberflächenwasser über die Kanalisation ins Trinkwasser gelangen.

Dass der Einsatz von Gasbrennern auch nicht ungefährlich ist, habe man an seiner Hecke gesehen, so Schalow.

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