Polizei hatte eine Kalaschnikow in seiner Wohnung gefunden

Terrorverdacht: Mutmaßlicher Islamist aus Kassel weiter in U-Haft

Kassel. Der 28-jährige Walid D. aus Kassel, der unter Terrorverdacht steht, sitzt weiterhin in der Justizvollzugsanstalt Kassel I in Wehlheiden in Untersuchungshaft.

Das bestätigte Dr. Götz Wied, Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel, am Montag auf Anfrage der HNA.

Wegen des Anfangsverdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt allerdings die Staatsanwaltschaft Frankfurt gegen den mutmaßlichen Islamisten aus Kassel. Bei einem Prozess in dieser Sache müsste sich Walid D. nämlich vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt verantworten.

Aktualisiert um 16.50 Uhr.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung in Wehlheiden hatten die Fahnder im September 2014 eine nicht funktionsfähige Kalaschnikow AK-47, Munition sowie eine Pistole vom Typ Ceska 27 gefunden, so Wied. Zudem hat der Kasseler laut Staatsanwaltschaft Frankfurt Internetseiten zum Thema Islamischer Staat, Dschihad sowie Videos von terroristischen Kampfhandlungen und Tötungsszenen aufgerufen. Darüber hinaus soll sich Walid D. zuvor in Syrien aufgehalten haben. Nach Berichten von „Spiegel Online“ soll der Kasseler geplant haben, wieder in das Bürgerkriegsland zu reisen. Möglicherweise habe er die Terrororganisation Islamischen Staat (IS) mit Erlösen aus seinem Rauschgifthandel unterstützen wollen.

Wegen des Verdachts des Drogenhandels mit Amphetaminen im größeren Stil hatte die Polizei vor vier Monaten überhaupt erst die Wohnung des 28-jährigen Mannes durchsucht. Neben de Drogen stellten die Beamten damals auch die Waffen sicher. In Untersuchungshaft befindet sich Walid D. wegen des Verdachts des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen sowie des Verdachts gegen Verstöße gegen das Waffengesetz. (use

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Rubriklistenbild: © AFP

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