SPD denkt über unterirdischen Parkraum nach, CDU bezeichnet Idee als „Betonphantasien“

Tiefgarage für Georg-Stock-Platz in Wehlheiden ist umstritten

Die Zukunft des Stockplatzes in Wehlheiden sorgt für Diskussion.

Wehlheiden. Über die Zukunft der Georg-Stock-Platzes in Wehlheiden herrscht keine Einigkeit zwischen SPD und CDU.

Die SPD spielt mit dem Gedanken, dass auf dem Areal eine Tiefgarage errichtet werden könnte. Dieser Idee erteilt die CDU eine klare Absage.

Eine Überlegung sei, wenn der Stockplatz für die Bombensuche aufgegraben werde, ob dort eine Quartiers-Tiefgarage mit Zufahrt über die Schönfelder Straße gebaut werden soll, regte Ortsvorsteher Norbert Sprafke (SPD) in einer Presseerklärung an. Damit könne der starke Parkdruck in diesem Bereich Wehlheidens gemildert werden.

Norbert Sprafke

Dies sei unabhängig von der Oberflächengestaltung des Platzes. Für die Oberfläche gelte es, sich zwischen konkurrierenden und sich ausschließenden Nutzungen wie Stadtteilpark und Veranstaltungsfläche zu entscheiden, und zu prüfen, ob diese Nutzungen mit einer Randbebauung an der Schönfelder Straße, die die dort bestehende Bebauung ergänze und ersetze, verträglich sind, so Sprafke.

Mit diesen „Betonphantasien“ unterlaufe Sprafke das angeblich ergebnisoffene Verfahren der Bürgerbeteiligung zur Gestaltung des gesperrten Stockplatzes, kritisierte Jan Hörmann, Fraktionsvorsitzender der CDU im Ortsbeirat Wehlheiden.

Jan Hörmann

Es müsse jedem klar sein, dass sich ein derartiges Projekt für einen Investor nur rechne, wenn im gesamten Bereich um den Stockplatz Parkgebühren erhoben würden, um eine solche Tiefgarage bei absehbar hohen Mietkosten zu füllen. Damit eine Kirmesnutzung der Garagendecke mit schweren Fahrgeschäften zukünftig möglich sei, müsste ein enormer Betonkomplex im alten Zentrum Wehlheidens entstehen.

Auch die angedachte Randbebauung zur Schönfelder Straße führe zu unlösbaren Konflikten bei der Nutzung der Restfläche des zubetonierten Stockplatzes. Die für das Ortsklima wichtige Frischluftschneise in die angrenzenden Wohnbereiche werde dauerhaft blockiert, so Hörmann. Die CDU setze sich für den Erhalt und die Aufwertung des Stockplatzes zum offenen Bürgerplatz ein, so Hörmann.

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