Untersuchung der Uni Kassel

So wird Musik auf Weihnachtsmärkten wahrgenommen

von links Marvin Köhler, Lukas Dietrich, Niklas Werner, Tim Köllner, Jan Blum. Foto: Rudolph

Kassel. Wenn zum x-ten Mal „Last christmas“ im Radio dudelt, rollen auch hartgesottene Weihnachtsfans mit den Augen. Je näher das Fest rückt, desto mehr nimmt die Beschallung mit Weihnachtsliedern zu.

Auf dem Kasseler Weihnachtsmarkt jedoch droht keine Ohrwurmgefahr. Die Musik wird dort so dezent eingesetzt, dass viele Besucher sie sogar kaum wahrnehmen. Das hat eine studentische Projektgruppe der Uni Kassel um den Musikwissenschaftler Prof. Dr. Jan Hemming herausgefunden.

In einem Forschungsseminar haben 35 Studenten im vergangenen Jahr die Klangkulisse auf dem Weihnachtsmarkt untersucht und Besucher sowie Beschäftigte dazu befragt. Von der akustischen Bestandsaufnahme per Mikrofon war das Team zunächst selbst überrascht: Denn an vielen Stellen ging die Musikbeschallung in der Vielzahl angeregter Glühweingespräche und den Straßenbahngeräuschen unter.

Der Weihnachtsmarkt mit seinen Buden bestimmt das Bild, und der Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln weht durch die Luft. Doch zu hören ist von Weihnachten nur wenig.

Zusammen mit dem Wetter und den Fahrgeschäften liegt die Beurteilung der Musik jedenfalls am Ende der negativen Skala, während Gastronomie, Gerüche und Beleuchtung gute bis sehr gute Bewertungen erhalten.

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