Bergpark bei internationaler Austellung in neuem Museum vertreten

Roseninsel im Bergpark wird zu Attraktion in China

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In voller Blüte: Unser Bild zeigt Birgit und Ulrich Kindervater vom Verein Roseninsel vor der Rose „Constance Spry“.

Kassel. Die Roseninsel im Bergpark Wilhelmshöhe wird demnächst im größten Rosenmuseum der Welt zu sehen sein. Das entsteht in der chinesischen Hauptstadt Peking und präsentiert herausragende internationale Exponate.

Es ist für uns eine Ehre, dass wir in Peking vertreten sein werden“, sagt Manfred Zeckey, der Vorsitzende des Vereins Roseninsel. Der hat mehrere Schautafeln anfertigen lassen, die in diesen Tagen auf die Reise nach Peking gehen.

Lexikonwissen: Die Roseninsel im HNA-Regiowiki

Die Mitglieder des Vereins kümmern sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich um die zwischen Schloss Wilhelmshöhe und dem Lac gelegene Attraktion. Dort kann man unter anderem die älteste Zuchtrose Deutschlands, die Perle von Weißenstein, bewundern. Die wurde 1773 erstmals im Bergpark angepflanzt. Die Wilhelmshöher Rosen waren nach dem Zweiten Weltkrieg schon fast in Vergessenheit geraten. Dass dort heute wieder 1000 verschiedene Arten blühen, ist ein Verdienst des Vereins. Der hat die Roseninsel seit 1977 wieder aufgebaut und nach historischem Vorbild bepflanzt.

Roseninsel für China: Vereinsvorsitzender Manfred Zeckey (von links), Frank Zitzmann (Print Sudio), Elke Siebert und Dr. Andreas Meier-Dinkel präsentieren die Tafeln.

Die Roseninsel ist ein Juwel von internationalem Rang. Der Weltverband der Rosengesellschaften hat im vergangenen Jahr dem Verein Roseninsel den begehrten Award of Garden Excellence verliehen. Dieses Siegel für hervorragende Gärten hat in Deutschland bislang nur das Rosarium in Sangerhausen und der Rosenneuheitengarten Beutig in Baden-Baden erhalten.

Für das neue Museum in Peking wurden nur Gärten berücksichtigt, die diese Auszeichnung vorweisen können. Auf den Tafeln sind unter anderem einige der Zeichnungen des Hofminiaturmalers Simon Pinhas zu sehen. Der dokumentierte im Jahr 1815 den Rosenbestand im Bergpark. 133 dieser Zeichnungen überstanden den Krieg und wurden die Grundlage zur Rekonstruktion der Sammlung im heutigen Weltkulturerbe. Dazu gehört die Blume Old Blush, die Ende des 18. Jahrhunderts aus China eingeführt wurde. Jetzt kehrt sie zurück – als Zeichnung und als Foto von der Roseninsel.

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