Fahrzeug des Vorsitzenden fahruntauglich

Auto des Kasseler Pegida-Chefs demoliert: Täter aus linkem Spektrum

Kassel. Das Auto des Vorsitzenden von Pegida Kassel wurde in der Nacht zu Montag von Unbekannten erheblich beschädigt. Ein Bekennerschreiben aus dem linksextremen Spektrum kursiert im Internet.

Auf HNA-Anfrage teilte die Polizei mit, der Chef der Kasseler Pegida, Mario Beck, habe die Sachbeschädigung angezeigt. Die Beamten des Kommissariats für politisch motivierte Straftaten gingen den Hinweisen auf die Täter nach.

Die Täter hatten das auf einem Parkplatz im Stadtteil Wesertor abgestellte Fahrzeug Sonntagnacht fahruntauglich gemacht. Dazu schlugen sie die Fensterscheiben des Multivans ein, stachen die Reifen platt und gossen Bitumen in den Innenraum.

Das Fahrzeug war in der Vergangenheit auch bei der Organisation von Veranstaltungen der islamkritischen Pegida-Bewegung für Transportzwecke zum Einsatz gekommen.

Der Vorsitzende des Vereins Pegida Kassel nutzte den Vorfall sogleich, um politisch daraus Kapital zu schlagen. Er veröffentliche Fotos seines zerstörten Autos auf seiner Facebook-Seite und prangerte die Tat der Linken an. Auch bei der jüngsten allmontäglichen Pegida-Demo auf dem Friedrichsplatz brachten Redner den Vorfall zur Sprache.

Unterdessen tauchte auf der Internetseite linksunten.indymedia.org ein Bekennerschreiben auf. Dort brüsten sich Unbekannte mit der Tat. Ihr Ziel sei es gewesen, die Anhänger und die Infrastruktur der Pegida anzugreifen – und sie wollten dies auch künftig immer wieder tun, wie sie schreiben. Beck hat das Bekennerschreiben auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht.

Die Antifa bekennt sich offiziell zu dem Vandalismus an meinem Wagen...

Posted by Mario Beck on Montag, 4. Januar 2016

Im Herbst 2015 war der Verein Pegida Kassel gegründet worden. An den wöchentlichen Demonstrationen der Pegida nahmen zuletzt aber nur etwa ein Dutzend Menschen teil.

Rubriklistenbild: © dpa

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