Aktuell kein Bedarf für Notquartier

Wesertor: Unterkunft für Flüchtlinge ist fertig - bleibt aber leer

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Die letzten Bettgestelle werden noch eingeräumt: Adolf Asselborn (hinten) und Sanri Üzeyir von der Kasseler Firma Eisenkolb.

Wesertor. Aus einem ehemaligen Baumarkt im Wesertor wurde innerhalb von vier Monaten eine Notunterkunft für bis zu 300 Flüchtlinge.

Vorerst werden aber keine schutzsuchenden Menschen in dem früheren Massa-Baumarkt am Ostring 61 einquartiert. Wegen des nachlassenden Flüchtlingsstromes wird die Immobilie vorerst nicht benötigt.

Bleibt vorerst ungenutzt: Der ehemalige Massa-Baumarkt im Wesertor.

Die städtischeWohnungsbaugesellschaft GWG hatte im Frühjahr den seit Jahren leer stehenden Baumarkt gekauft. Seit April laufen die Umbau- und Reparaturarbeiten in dem Gebäude. Insgesamt 500.000 Euro hat die GWG investiert, um Brandmeldeanlage, Elektrik und Lüftungstechnik auf den neuesten Stand zu bringen. Auch die Sanitärbereiche wurden modernisiert und der Hochwasserschutz für das direkt an der Fulda gelegene Gebäude verbessert. In früheren Jahren war es mehrfach zu Überflutungen gekommen.

Die ehemaligen Verkaufsflächen wurden durch den Einbau kleiner Parzellen aus Holz gegliedert. In jeder Parzelle können bis zu vier Personen schlafen – die Betten stehen bereits. „Der Umbau ist nahezu abgeschlossen. Aber wir haben aktuell keine Zuweisung für diese Unterkunft“, sagt Peter Ley, Geschäftsführer der GWG.

Für das dritte Quartal dieses Jahres seien 108 Flüchtlinge der Stadt Kassel zugewiesen worden. Diese sollen in anderen Unterkünften untergebracht werden.

Notreserve 

„Ende August wird unsere neu gebaute Unterkunft an der Bunsenstraße fertig. Diese bietet 182 Menschen Platz und ist für eine dauerhafte Unterbringung viel besser geeignet“, sagt Ley. Der umgebaute Baumarkt solle als Notreserve dienen. Sollte der Flüchtlingsstrom in den kommenden Monaten nicht wieder zunehmen, gebe es andere Verwendungen für die Immobilie. „Wenn sich das abzeichnet, überlegen wir mit der Stadt andere öffentliche oder halb-öffentliche Nutzungen“, sagt Ley. 

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