Stadt kann nichts tun

Schandfleck im Wesertor: Haus ist seit über 20 Jahren Bauruine

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Bauruine: Das Gebäude an der Josephstraße / Ecke Franzgraben wurde nie richtig fertiggestellt. Bereits 1995 war dessen Zustand Thema im Ortsbeirat. Getan hat sich seit damals nichts.

Wesertor. Das Gebäude an der Josephstraße / Ecke Franzgraben ist seit Langem ein Schandfleck im Stadtteil Wesertor.

Seit Jahrzehnten befindet sich die Immobilie im Rohbau und ist über diesen Zustand nie hinausgekommen. Auch im Ortsbeirat Wesertor und im Ausschuss für Stadtentwicklung war der schlechte Zustand des Hauses schon Thema – erstmals 1995. Getan hat sich aber nie etwas. „Mich stört der Anblick auch. Aber das Gebäude gehört einem Privatmann. Was dieser mit seinem Eigentum macht, ist ihm überlassen“, sagt Ortsvorsteherin Ingeborg Jordan (SPD). Sie ist wenig optimistisch, dass sich an der Situation in nächster Zeit etwas verändern wird.

Rostiger Container: Im hinteren Teil des Gebäudes ist es noch unansehnlicher als von der Kreuzung aus.

Obwohl Fenster teilweise nur mit Brettern verrammelt sind, der Putz nur stellenweise aufgebracht wurde und Mauern bröckeln oder nie richtig fertiggestellt wurden, sind der Stadt die Hände gebunden.

Das Gebäude sei in einem „rohbauähnlichem Zustand“, aber gefährde nicht die öffentliche Sicherheit und Ordnung, sagt Stadtsprecher Sascha Stiebing. Rechtlich habe die Stadt keine Handhabe, vom Eigentümer zu fordern, den Bau fertigzustellen. Das Gebäude diene nach Informationen der Stadt der Lagerung von Materialien. Eigentümer ist seit vielen Jahren der Schreiner Thomas Würthle, der ironischerweise auch Instandsetzungen von Fenstern und Fassaden anbietet.

Auf HNA-Anfrage wollte sich dieser aber nicht zu seiner Immobilie und seinen Plänen äußern. Er wehrt sich aber gegen die Behauptung, das Gebäude sei in einem desolaten Zustand.

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