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Präsident des Landgerichts Kassel: „Wir kriegen Mehmet Göker nicht"

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Von: Frank Thonicke

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Kassel. Wenn Mehmet Göker (35) in Deutschland wäre, hätte es gegen ihn schon einen Prozess in Kassel gegeben.

Das erklärt der Präsident des Landgerichts Kassel, Albrecht Simon, gegenüber der HNA.

Wie berichtet, wird es gegen den ehemaligen Chef des Versicherungsvermittlers MEG wohl kein Verfahren in Kassel geben. An einen Prozess glaubt auch Simon nicht. Denn: „Mehmet Göker ist in der Türkei. Da kriegen wir ihn nicht.“

Zwischen Deutschland und der Türkei gibt es kein Auslieferungsabkommen. Daher werde Göker auch nicht von den türkischen Behörden nach Deutschland ausgeliefert, um sich hier vor Gericht zu verantworten. Simon: „Dass Göker in der Türkei ist, ist der einzige Grund, warum wir nicht verhandeln.“ Göker wird dort noch Jahre bleiben müssen, will er einen Prozess vermeiden. Denn Verfolgungen von Angeklagten haben äußerst lange Verjährungsfristen, sagt Simon. Sie betragen mindestens zehn Jahre.

Das Kasseler Landgericht, so sein Präsident, sei nicht überlastet, aber „hoch belastet“. Die Auslastung der Richter läge bei 110 Prozent. (tho)

Lesen Sie dazu auch:

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