Zwei Anläufe für Vorstand

Kamil Saygin ist weiterhin an der Spitze des Ausländerbeirats

Seit 1992 Vorsitzender des Ausländerbeirats: Kamil Saygin ist der alte und neue Mann an der Spitze des Ausländerbeirats.

Kassel. Im zweiten Anlauf brachte der Ausländerbeirat am Mittwoch seine konstituierende Sitzung über die Bühne. Im November war das Gremium neu gewählt worden.

Insgesamt 1784 Menschen hatten ihre Stimme abgegeben. Das waren sieben Prozent von 25 448 Wahlberechtigten.

Erstmals hatten sich sechs Listen mit insgesamt 96 Kandidaten aufstellen lassen, darunter drei neue Listen.

Die in der Vergangenheit stärkste Liste „Gemeinschaft 2000“ mit ihrem Spitzenkandidaten Kamil Saygin war bei der Wahl als Sieger hervorgegangen.

Bei der ersten Zusammenkunft des neu gewählten Gremiums im Dezember hatte es Unstimmigkeiten und Unklarheiten gegeben, weshalb es lediglich zur Wahl des Vorsitzenden Kamil Saygin (67) kam.

Jetzt konnten alle zehn Mitglieder des Vorstands gewählt werden. Jeder ist gleichzeitig Stellvertreter des Vorsitzenden Saygin. Dem Vorstand des Ausländerbeirats gehören demnach an:

Behlül Demircan (Liste Neues Kassel), Edis Gegic (Aktion für Integration), Bekir Kizilkaya (Gemeinschaft 2000), Pasquale Malva (Liste Europa), Chuks Lewis Samuel-Ehiwario (Alternative Liste Kassel), Refiye Serbet (G 2000), Myong-Ree Song-Boden (ALK), Stjepan Strelec (Europa), Abdulrahim Yazicioglu (G 2000) und Merlin Yemdji Kuete (G 2000).

Die Stimmen der somalische Liste reichten nicht für einen Sitz im Vorstand. Sie habe aber Gastrecht, so Kamil Saygin.

Neu im Beirat: Von der Liste Neues Kassel wurde Behlül Demircan (20) in den Vorstand gewählt. Foto: Hein

Das Gremium diskutierte darüber, wer in der neuen Legislaturperiode in die Ausschüsse und Gremien entsandt werden soll: in die Stadtverordnetenversammlung, in die Ortsbeiräte, in den Seniorenbeirat und andere. Auch auf Landesebene werden Kasseler als Delegierte Migranten vertreten. Ebenso im Stadtelternbeirat und in der Arbeitsgemeinschaft Nordhessischer Ausländerbeiräte.

Die Mitglieder des Ausländerbeirats diskutierte außerdem darüber, dass sie sich demnächst in „Migrantenparlament“ umbenennen möchten. Gesprächsthema war zudem eine Vortragsreihe im Evangelischen Forum, die im Frühjahr unter dem Titel „Migrationsgesellschaft“ in Kooperation mit dem Kasseler Ausländerbeirat stattfindet.

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