Planungskosten werden in Haushalt eingestellt

2017 startet Wettbewerb fürs Tapetenmuseum

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Sitz des Verwaltungsgerichtshofs: Der Nachkriegsbau neben der Torwache könnte für das Tapetenmuseum weichen.

Kassel. Die Landesregierung bekennt sich zum Neubau des Kasseler Tapetenmuseums. In den Haushalt 2017 werden Planungskosten eingestellt. Das teilte Kunstminister Boris Rhein mit.

Im hessischen Landeshaushalt 2017 wird der Neubau des Kasseler Tapetenmuseums veranschlagt. Eine Million Euro für Planungskosten werden für das nächste Jahr vorgesehen, teilte Boris Rhein, hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst, am Donnerstag mit.

Damit könne nächstes Jahr ein Architektenwettbewerb für das Tapetenmuseum auf dem Areal des Verwaltungsgerichtshofs (VGH) am Brüder-Grimm-Platz ausgerichtet werden, kündigte Minister Rhein an. Das sei „die einzige in Frage kommende Liegenschaft“ für die Sammlung. Der VGH zieht 2017 ins ehemalige Finanzamt an der Goethestraße um.

Die Gesamtkosten bezifferte Rhein mit 24,4 Mio. Euro. Auf einen Termin für einen möglichen Baubeginn wollte sich Rhein zwar nicht festlegen. „Aber das ist ein echter Wendepunkt“, kommentierte der Minister das Ergebnis von Verhandlungen zwischen den Regierungsfraktionen und den Ministerien „bis in die letzten Tage und Stunden hinein“.

Der schwarz auf weiß im Etat angekündigte Auftakt der Planung sei ein „Signal, hinter das man nicht mehr zurückkann“ - sowohl für die Öffentlichkeit als auch für den Verein Deutsches Tapetenmuseum. Er ist Eigentümer der von der Museumslandschaft Hessen Kassel betreuten Sammlung und hatte in den vergangenen Tagen angemahnt, für das Tapetenmuseum dürfe nicht mehr Zeit verloren gehen.

„Wir begrüßen und freuen uns sehr über diese Entwicklung“, sagte Karsten Brandt, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Tapetenindustrie. „Wir erwarten aber, dass die Landesregierung auch eine Perspektive für den weiteren Ablauf gibt.“ Ein Zeitplan für die Umsetzung müsse folgen, die Ergebnisse des Architektenwettbewerbs dürften nicht in der Schublade verschwinden.

Von Mark-Christian von Busse

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