Abba sind wieder da - Kasseler spielt in ihrer Show

Tourt mit der Show „Abba Gold“: Der Kasseler Bassist Christoph Dubbel. Foto: nh

Die legendäre Pop-Gruppe Abba hat sich wiedervereint - aber nur für den Fotografen. Dafür sorgt der Kasseler Christoph Dubbel dafür, dass man die Hits der Schweden live erleben kann.

Für Abba-Fans war Mittwoch ein historischer Tag. Zum ersten Mal seit 2008 traten die Mitglieder der legendären schwedischen Pop-Gruppe gemeinsam auf - allerdings nicht, um Musik zu machen, sondern um die Aufmerksamkeit auf ein neues Restaurant von Björn Ulvaeus (70) in Stockholm zu lenken. Live wird man ihre Hits nach wie vor nur in Tribute-Shows hören. Etwa in „Abba Gold“, mit der der Kasseler Bassist Christoph Dubbel am 25. Februar in Baunatal gastiert.

Die Band

Nachdem Ulvaeus, Anni-Frid Lyngstad (70), Agnetha Fältskog (65) und Benny Andersson (69) bei Facebook ein Gruppenfoto aus Stockholm gepostet hatten, spekulierten Fans sofort über eine Wiedervereinigung des 1982 aufgelösten Quartetts. Schon 2010 hatte Andersson für Aufsehen gesorgt, als er ein Comeback ankündigte. Dann gestand er: „Das war nur ein Scherz.“

Die Show

Wie sehnsüchtig Abba nach wie vor vermisst werden, kann auch der Kasseler Dubbel verstehen, der ihre Musik erst so richtig für sich entdeckt hat, als er vor sechs Jahren als Bassist bei „Abba Gold“ einstieg: „Solch tolle Kompositionen findet man heute kaum noch.“ 40 Konzerte gibt der 31-Jährige jede Saison mit der Show, die nicht nur in Deutschland und Skandinavien, sondern auch in der Türkei, Marokko und Japan gefeiert wird.

Ausgedacht hat sich das Werner Leonard, einst Gründungsmitglied von Max Raabes Palastorchester und Produzent von „Abbamania“. Die vier englischen Sänger sehen in ihren Glamour-Outfits wie die legendären Schweden aus, und die Musiker sorgen dafür, dass Klassiker wie „Waterloo“ und „Mamma Mia“ wie im Original klingen.

Der Musiker

Nicht nur mit „Abba Gold“ steht Dubbel auf großen Bühnen. Der in Baunatal aufgewachsene Multiinstrumentalist tourt auch mit DJ Ötzi und Casting-Sternchen wie dem „DSDS“-Gewinner Pietro Lombardi.

Schon als er als Teenager mit seiner Band Fyanky in Kassel auftrat, wusste er, dass er Berufsmusiker werden wollte. Nach dem Abitur an der Lichtenberg-Schule absolvierte er die Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl und studierte E-Bass in Hannover. Schnell knüpfte er Kontakte. So kam er auch zu „Abba Gold“.

Dass Jazz-Puristen, mit denen er studiert hat, die Nase rümpfen, wenn er mit „DSDS“-Gewinnern auftritt, macht ihm nichts aus. „Ich muss auch meine Familie ernähren“, sagt Dubbel, der mit Freundin und Sohn (15 Monate) in Kassel lebt, wo er auch ein Tonstudio und eine Musikschule (www.musikschultaxi.de) betreibt.

Eigene Songs schreibt er mit der Hannoveraner Indie-Band Rauschenberger, aber auch da bleibt er im Hintergrund: „Ich stehe nicht gern im Fokus.“ Wenn kreischende Teenies Casting-Sieger Lombardi anhimmeln und die Musik in den Hintergrund tritt, denkt Dubbel sich seinen Teil. Auch wenn es dann ein bisschen wie früher bei der Abbamania ist.

Abba Gold - The Concert Show: 25. Februar, 20 Uhr, Stadthalle Baunatal. Tickets beim HNA-Kartenservice, 0561/203-204.

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