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Finale bei „Achtmal Alte Brüderkirche“: Uni-Schlagzeuger in Bestform

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Starker Auftritt: Das Schlagzeug-Ensemble der Universität Kassel mit (von links) Carolina Weyh, Jakob Bruhn, Olaf Pyras, Janek Vogler, Chris Lang und Henrik Barthmann. Foto: Schachtschneider
Starker Auftritt: Das Schlagzeug-Ensemble der Universität Kassel mit (von links) Carolina Weyh, Jakob Bruhn, Olaf Pyras, Janek Vogler, Chris Lang und Henrik Barthmann. Foto: Schachtschneider

KASSEL. Hochachtung verdient das Schlagzeug-Ensemble der Universität Kassel für seine Präzision: Beim diesjährigen Abschluss der vom Evangelischen Forum veranstalteten Reihe „Achtmal Alte Brüderkirche“ spielte die Gruppe das minimalistische Werk „Timber“ des US-Komponisten Michael Gordon.

Henrik Barthmann, Janek Vogler, Chris Lang, Jakob Bruhn, Carolina Weyh und Ensemble-Leiter Olaf Pyras standen in einem Sechseck und bearbeiteten mit Schlägeln je ein Simantra, ein liturgisches, aus einem Holzstamm bestehendes Instrument.

Die sechs Schlagzeuger schickten polyrhythmisch pochende, allmählich schwebende Holzklänge durch den gotischen Raum - ein Hörerlebnis, das auch die innere Ruhe der 150 Zuhörer testete. Die meisten blieben bis zum Schluss, einige probierten das Simantra nach Konzertende sogar selbst aus.

Das 100-minütige Finale war am Tag des offenen Denkmals ein Teil der Reihe „Hör-mal im Denkmal“ und wurde von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Kasseler Sparkasse unterstützt. Wie immer bei „Achtmal Alte Brüderkirche“ gab es auch Sprachkunst und bildende Kunst.

Pfarrerin Ursel Wicke-Reuter las aus dem Roman „Black Box“ der Pulitzer-Preisträgerin Jennifer Egan - eine Agentinnen-Geschichte mit einem ebenso spannenden Hintergrund, denn noch vor der Buchveröffentlichung war der Text in Form von Kurzmitteilungen via Twitter versendet worden.

Erst recht zum diesjährigen Reihenmotto „Wirklichkeit (er)finden“ passten die Arbeiten der Marburger Künstlerin Ingrid Hermentin. Sie setzt sich darin mit der synthetischen Biologie auseinander, der Erzeugung bislang noch nicht existierender biologischer Systeme.

Zu sehen waren unter anderem düster verfremdete Frauenporträts. Ein harter Gegensatz zu den mönchisch-meditativen Holzklängen der Perkussionisten.

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