Nach langer Krankheit

Jazz-Klarinettist Hugo Strasser ist verstorben

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Jazz-Musiker Hugo Strasser 2009 bei einem Auftritt in Berlin.

München - Musik, das war sein Lebenselixier: Bis zuletzt stand Hugo Strasser auf der Bühne - als letzter seiner langjährigen Weggefährten Max Greger und Paul Kuhn ist er nun gestorben.

Der Swing-Musiker und Klarinettist Hugo Strasser ist tot. Er sei am Donnerstag nach längerer Krankheit im Alter von 93 Jahren zu Hause gestorben, bestätigte Max Greger junior am Abend der Deutschen Presse-Agentur - er hatte ebenso wie sein erst im vergangenen August gestorbener Vater Max Greger zusammen mit Strasser auf der Bühne gestanden.

Er habe Strasser noch am Tage besucht, sagte Greger. „Im Moment finde ich gar keine Worte.“ Am 7. April wäre Strasser 94 Jahre alt geworden.

Strasser hatte ebenso wie Max Greger bis zuletzt auf der Bühne gestanden. „Ich möchte so lange weitermachen, wie mich der Herrgott lässt“, sagte er noch vor gut einem Jahr anlässlich seines 60. Bühnenjubiläums bei einem Auftritt im Deutschen Theater in München.

Strasser wurde in München-Schwabing geboren

Mit Bestürzung hatte er im Sommer auf den Tod seines langjährigen Weggefährten Max Greger reagiert - und bei dessen Beerdigung gespielt. Er habe nicht geglaubt, dass er als Letzter übrig bleiben werde, sagte Strasser damals. Strasser, Greger und Paul Kuhn waren mehr als zehn Jahre als Swing-Legenden unterwegs gewesen.

Strasser, geboren 1922 in München-Schwabing, spielte nach dem Zweiten Weltkrieg Swing und Jazz in amerikanischen Clubs. 1955 bildete Strasser sein erstes eigenes Tanzorchester.

Mit seinen Platten erreichte er Millionenauflagen. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit zwei Goldenen Schallplatten, dem Deutschen Schallplattenpreis und dem Goldenen Tanzschuh - Tanzmusik begeisterte ihn von Anfang an am meisten. Mit 65 Jahren gründete er das edle Quintett Hot-Five.

dpa

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