Pop meets Classic mit Anna Naklab in der Göttinger Lokhalle

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Eine tolle Stimme mit viel Ausdruck: „Supergirl“ Anna Naklab mit dem Symphonie-Orchester Göttingen.

Göttingen. Die Reihe "Pop meets Classic" ist ein Publikumsrenner in Göttingen. Nun trat das Symphonie-Orchester in der ausverkauften Lokhalle zweimal mit Stars wie Anna Nklab auf.

Göttingen. Der Auftakt war fulminant bei „Pop meets Classic“ in Göttingen. Quer durch die voll besetzte Lokhalle sangen Christiane Eiben und Sascha Münnich ein Duett, arrangiert aus den beiden gleichnamigen Songs „Hello“ von Lionel Richie und Adele.

Es folgte Gänsehautstimmung beim „Danse Macabre“ von Camille Saint-Saëns. Nach der Bearbeitung von Lutz Möller, dem musikalischen Leiter des Konzerts, entstand ein Mix aus Elektronik von DJ Mo und einem Solo der ersten Violine des Göttinger Symphonie-Orchesters, Wojtek Bolimowski. Hier kam gleich die Idee von „Pop meets Classic“ zum Ausdruck: Musik aus verschiedenen Jahrhunderten ergänzt sich und wird zu einem neuen Kunsterlebnis.

Nach drei Jahren Pause fand die Reihe am Wochenende bereits zum neunten Mal statt. Zu zwei ausverkauften Konzerten kamen 6000 Besucher. Das Konzept ging insofern auf, als sich das Publikum aus allen Altersschichten zusammensetzte.

Über 200 Künstler präsentierten ihr Können. Und alle waren verbunden mit Göttingen und der Region. Hierbei durfte natürlich auch Anna Naklab aus Northeim nicht fehlen. Der Shootingstar mit der klaren und wohlklingenden Stimme sang ein Arrangement ihres Hits „Supergirl“ - das war ein Höhepunkt.

Begleitet wurde sie vom Göttinger Symphonie-Orchester unter der Leitung von Jason Weaver. Neben der gewohnt hochkarätigen Interpretation von Klassik zeigten die Symphoniker, dass ihnen auch die Melodie des Computerspiels „Super Mario“ leicht von der Hand geht.

Der Gala-Abend, durch den Moderator Dennie Klose führte, bot ein pralles Spektrum von Swing über Rock bis hin zum Unichor, HipHop-Tänzen und einer Walzer-Formation. Diese Fülle war aber leider auch die Schwäche der Veranstaltung. Zwar gab es durch die regionale Zugehörigkeit der Künstler einen gemeinsamen Nenner, darüber hinaus fehlte es aber an einem roten Faden.

Perlen wie dem jungen Ausnahme-Musiker Felix Kieser am Horn wurde die Potpourri-Veranstaltung nicht wirklich gerecht. Das über drei Stunden dauernde Programm schien das Publikum ermüdet zu haben. Wie soll man es sich sonst erklären, dass viele Zuschauer schon bei den Zugaben unter Lamettaregen den Saal verließen? Ansonsten war es angesichts der großen künstlerischen Leistungen einfach nur unhöflich.

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