München feiert sein Festival Rockavaria

Ruhrgebiet jubelt über "Rock im Revier"

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Mike Patton, Sänger der US-amerikanischen Crossoverband Faith No More, steht am Freitag in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen beim Musikfestival "Rock im Revier" auf der Bühne.

München - In NRW ist "Rock im Revier" gestartet. Auch in Bayern wird gerockt. Lange hatte München neidisch auf andere Städte geschaut. Seit Freitag läuft Münchens eigenes Festival, das Rockavaria.

Das Ruhrgebiet bekommt mit „Rock im Revier“ ein neues Festival. Es ist zugleich das Aus für das Festival „Grüne Hölle Rock“ am Nürburgring. Das teilte der Konzertveranstalter Deag am Donnerstag in Berlin mit. Die Karten für das Festival vom 29. bis 31. Mai gelten weiter.

Eigentlich sollte „Der Ring - Grüne Hölle Rock“ an der Rennstrecke in der Eifel als Ersatz für „Rock am Ring“ steigen. Das Traditionsfestival zieht zum 30-jährigen Bestehen ins nahe gelegene Eifel-Städtchen Mendig; es soll im Juni über die Bühne gehen. Der Nürburgring hat in diesem Jahr bereits die Formel 1 verloren.

Fotos von Rockavaria und "Rock im Revier"

Fotos von Rockavaria und Rock im Revier

Der Grund des Umzugs ist ein Kostenstreit zwischen der Deag und dem Rennstreckenbetreiber Capricorn Nürburgring GmbH (CNG). Der Konzertveranstalter wirft der CNG Vertragsbruch vor: Sie habe sich nicht an den bisherigen Kosten etwa für Künstlergagen und Werbung beteiligt. Mit dem Nürburgring war ein Fünf-Jahres-Vertrag ausgemacht. Der CNG zufolge war der Ticketverkauf am Ring hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

„Ganz Schalke 04 und die Region werden das Revier in der Veltins-Arena rocken“, wird FC Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies von der Konzertagentur zitiert. Deag-Vorstandschef Peter Schwenkow zeigte sich erfreut: Die Fans hätten nun die Chance auf ein Rockspektakel mitten im Ruhrgebiet. Erwartet werden dort unter anderem die Bands Metallica, Muse und Kiss. Die Arena in Gelsenkirchen-Schalke habe eine lange Rocktradition und die Infrastruktur biete ideale Bedingungen - inklusive Zeltplatz, erklärte der Konzertveranstalter.

Alle Karten für „Der Ring - Grüne Hölle Rock“ gelten laut Deag für „Rock im Revier“ im Innenraum. Fans könnten ihre Karten auch für das Partnerfestival „Rockavaria“ in München umtauschen oder dort zurückgeben, wo sie gekauft wurden.

In München ist Rockavaria gestartet - ohne festivaltypische Zelte  

Die britische Band Muse hat am Freitagabend das neue Festival „Rockavaria“ im Münchner Olympiapark als Headliner eröffnet. Frontmann Matthew Bellamy und seine Band waren der erklärte Höhepunkt am ersten Festivaltag, der entspannt und mit viel Sonne begonnen hatte. Doch ausgerechnet beim Muse-Auftritt regnete es. Die Musiker wurden von Tausenden Rockfans im Olympiastadion gefeiert. Der ein oder andere Platz auf den Rängen blieb zwar leer, die Stimmung war trotzdem gut.

Zuvor waren unter anderem Paradise Lost, The Hives und Incubus bei dem Festival aufgetreten. In der Olympiahalle standen später noch Limp Bizkit auf dem Programm.

Die Veranstalter rechnen mit rund 45.000 Besuchern pro Tag. Mehr als 60 Bands sollen bis zum Sonntagabend auf den insgesamt drei Bühnen im Olympiastadion, der Olympiahalle und am Olympiasee stehen. Die weiteren Highlights: Metallica, Kiss und Faith No More. Es gebe eine „klare Ausrichtung auf den Rock- und Metal-Bereich“, sagte Christian Diekmann, Vorstand der Konzertagentur Deag vor Beginn des Festivals.

Die Deag hatte das Festival gemeinsam mit „Rock im Revier“ in der Veltins-Arena auf Schalke und „Rock in Vienna“ in Wien ins Leben gerufen. 120.000 Besucher werden nach Veranstalterangaben insgesamt bei den drei Festivals erwartet.

dpa

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