Starker Nachwuchs: „Jugend musiziert“-Preisträger im EAM-Foyer

Bot eine reife Leistung: Geigerin Anisja Knüppel. Foto: Fischer

KASSEL Nordhessen ein Geigenland? Diesen Eindruck konnte man am Sonntag in der EAM-Halle beim Preisträgerkonzert des Regionalwettbewerbs Nordhessen von „Jugend musiziert“ bekommen. In fünf der zehn Beiträge stellten sich junge Geigerinnen und Geiger vor, die erste oder zweite Plätze erreicht hatten. Gemessen an ihrem Alter ragten zwei heraus: der neunjährige Robert Lehr mit einem Rondo von Charles-Auguste de Bériot und die 14-jährige Anisja Knüppel, die Pablo de Sarasates „Zigeunerweisen“ mit Schmalz und sicherer Technik bis in die höchsten Töne hinein vortrug.

Alexandra Aykaeva (16) hatte mit dem Finale des zweiten Violinkonzerts von Henryk Wieniawski das schwerste Stück auf den Saiten –- eine erstaunliche Leistung, auch wenn nicht alles sauber war. Valeria Schloß (13) und Lisa Rauchbach (14) beeindruckten mit Werken von Bedrich Smetana und Rodion Schtschedrin.

Der große Bruder der Geige, das Cello, kam auch zu Wort: mit einem Gnomentanz von David Popper (Esther König, 13) und einem von Paul Rauchbach (16) einfühlsam gespielten Adagio von Luigi Boccherini.

Aber es gab nicht nur Streichermusik. Ein pfiffiges Gitarrenquartett mit den Brüdern Paul und Jonathan Pollmächer sowie Felix und Lukas Heinmöller brachte etwas Techno ins Spiel. Die Geschwister Jonas und Anne Mehrländer (13, 17) spielten eine Ballade für Klarinette und Klavier von Niels W. Gade. Tabea Schlotthauer (18) und Louisa Reis (17) schließlich setzten nach der Urkundenüberreichung mit einem grotesken „Allegro von fuoco“ von Francis Poulenc einen schönen Schlusspunkt.

Einige nordhessische Preisträger werden am Landeswettbewerb von „Jugend musiziert“ in Schlitz teilnehmen. Vielleicht qualifiziert sich ja einer für den Bundeswettbewerb vom 12. bis 19. Mai in Kassel, wenn 2500 Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet werden.

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