Kinotrailer zur Actionkomödie „American Ultra“

Regisseur Nima Nourizadeh ist mit der Actionkomödie „American Ultra“ etwas Eigenständiges gelungen. Hier gibt es den Kinotrailer und die Filmkritik.

Der leicht verpeilte Kiffer Mike (Jesse Eisenberg) lebt mit seiner Freundin Phoebe (Kristen Stewart) in einer biederen Kleinstadt in West Virginia. Der Mittzwanziger wird von diversen Phobien geplagt, ansonsten verläuft das Leben zwischen verschiedenen Aushilfsjobs und Joints sehr ruhig. Bis dem tranigen Mike während seiner Nachtschicht im Supermarkt eine seltsame Frau begegnet, die unverständliche Sätze spricht. Wenig später ist die Frau verschwunden, und Mike hat innerhalb von wenigen Sekunden zielsicher zwei Männer auf dem Parkplatz erschossen.

Bevor Mike und seine zur Hilfe gerufene Freundin sich überlegen können, ob sie lieber gleich fliehen oder zuerst die Leichen beseitigen wollen, erfährt die örtliche Polizei davon und verhaftet das Paar. Als die Polizeiwache anschließend von einem Killerkommando überfallen wird und Mike mit Phoebe nur mühsam die Flucht gelingt, wird auch den beiden klar, dass irgendwer Mike umlegen möchte. Nur wer? Und warum?

Mike weiß nicht, was der Zuschauer in der Actionkomödie von Nima Nourizadeh relativ bald erfährt: Der junge Mann ist das Ergebnis eines unvollendeten Projekts des US-amerikanischen Geheimdienstes. In seinem Hirn schlummern hinter Marihuana-Schwaden die einst antrainierten Fähigkeiten eines perfekten CIA-Profikillers, den man in den Schläfermodus versetzt hat. Die Sätze der im Supermarkt auftauchenden Agentin haben Mike wieder aktiviert. Doch der dauerbekiffte Schluffi steckt ihm noch in den Knochen, und aus diesem Kontrast der zwei Seelen in Mikes Brust ergeben sich einige sehr hübsche Szenen. Verfolgungsjagden enden nicht zwangsläufig erfolgreich. Mike besitzt zwar das Potenzial  zum Actionhelden,  wird aber im unpassendsten Augenblick gerne einmal von einer Panikattacke ergriffen.

Obwohl einige Ideen an eine Gangster-Farce wie „Ananas-Express“ erinnern, ist Drehbuchautor Max Landis und Regisseur Nima Nourizadeh mit „American Ultra“ doch etwas Eigenständiges gelungen. Geschickt plündern sie die einzelnen Genres von Liebesfilm bis Thriller. Das Ergebnis ist zwar nicht immer rund, die Wechsel zwischen Slapstick und beinharter Action sind oft etwas abrupt. Und die übertriebene, bluttriefende Gewaltorgie der letzten Minuten hätte man sich unbedingt sparen müssen.

Von Ulrike Frick

„American Ultra“

mit Jesse Eisenberg, Kristen Stewart, Connie Britton

Regie: Nima Nourizadeh

Laufzeit: 96 Minuten

Der Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „Die Bourne-Identität“ und „Clerks – Die Ladenhüter“ mochten.

Rubriklistenbild: © Concorde Filmverleih

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