Sechster Teil im Kino

Anbetung der Asche: Die wilden Kerle - Die Legende lebt

 
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Die "Wilden Kerle" sind zum sechsten Mal zurück.

München - Mit „Die Legende lebt“ versucht Autor und Regisseur Joachim Masannek einen Neustart der „Wilden Kerle“. 

„Das Feuer weitergeben, nicht die Asche anbeten“, sollte Maßgabe für alle Kino-Fortsetzungen sein. Die gelungenen halten sich auch daran, wie sich zuletzt unter anderem bei „Star Wars: Episode VII“ besichtigen ließ. Gehen allerdings schon nach zehn Minuten eines Films die Ideen aus, bleibt nur noch die Anbetung der Asche. Der huldigt „Wilde Kerle“-Vater Joachim Masannek im sechsten Teil mehr als ausgiebig.

„Die wilden Kerle – Alles ist gut, solange du wild bist“ begründete 2003 einen Fuß- ballboom unter Vier- bis Zehnjährigen. Masannek, der auch die zahlreichen Bücher der Reihe verfasste, schuf mit den Kerlen inmitten der damals allgegenwärtigen Lillifees eine originell ausgestattete Filmreihe nur für Buben. Die fand begeisterte Zuschauer, auch wenn der Inhalt mit den Folgen immer fadenscheiniger wurde. 

Die alten Kerle dürfen nochmal ran

Acht Jahre nach dem fünften Teil, der den damals mitwirkenden Jungstars Jimi Blue und Wilson Gonzalez Ochsenknecht zu einer veritablen Karriere verhalf, folgt nun eine Art Neustart mit verjüngter Besetzung. Die alten Kerle dürfen für eine nachgewachsene Zuschauergeneration nochmals kurz auftreten, um die Staffelübergabe perfekt zu gestalten. Das erinnert an „Star Wars – Das Erwachen der Macht“, passt aber mit dem entsprechenden Pathos gut zu Masanneks Inszenierungsstil. Ansonsten fügt er seiner Geschichte von den Guten und den Bösen, die gegeneinander um die Wette kicken, nichts Neues hinzu. 

Sogar die sehr spezielle, von „Mad Max“ inspirierte Ausstattung ist dieselbe geblieben, die Figuren vom dicken Michi bis zum Trainer Willy und Hadschi Ben Hadschi ebenfalls. Ein Mädchen darf nach ermüdendem Hin und Her innerhalb der Gruppe auch mitspielen. Zumindest sind die Fußballszenen hübsch choreografiert. Man sieht, dass Masannek und sein Team darauf Wert gelegt hatten, echte kleine Fußballer vor die Kamera zu bekommen.

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