Kinotrailer und Filmkritik

„Becks letzter Sommer“: Romanverfilmung mit Christian Ulmen

„Becks letzter Sommer“ ist eine sympathische Roman-Verfilmung. Hier gibt es unsere Filmkritik und den Kinotrailer.

Bob Dylan ist das Maß aller Dinge. Immer noch. In der Tragikomödie „Inside Llewyn Davis“ von den Coen-Brüdern klampft der Titelheld seinem unerreichten Idol hinterher. Und auch für Beck (Christian Ulmen), den leidenschaftslosen Musiklehrer in Frieder Wittichs Spielfilm, ist Dylan der strahlende Fixstern.

Becks Tage als Musiker sind lange vorüber, als er eines Tages zufällig das große Talent seines Schülers Rauli (Nahuel Pérez Biscayart) aus Litauen erkennt. Auf einmal fühlt sich alles in Becks Leben wieder richtig an: Er kommt in Schwung, verhilft dem Jungen zu einem respektablen Karrierestart, lernt die hübsche Lara kennen, wird endlich wieder gebraucht und um seine Meinung gefragt. Raulis erste entpuppt sich immer deutlicher als Becks zweite Chance. Aber jede Schallplatte hat nicht nur eine A-, sondern auch eine B-Seite...

Wittich („13 Semester“) hat den lakonischen Künstlerroman „Becks letzter Sommer“ von Benedict Wells hier in einen sympathisch-harmlosen Spielfilm verwandelt. Die feinnervige Sensibilität des Romans kommt in der Adaption allerdings nicht überzeugend genug zur Geltung. Die Bearbeitung zu einem Drehbuch ist leider nicht immer so locker fließend und geistreich wie die Buchvorlage. Die geschickt angelegte Filmmusik überspielt allerdings manchen inhaltlichen Leerlauf in diesem sanft melancholischen Roadmovie sehr gut. Dazu gibt Christian Ulmen einmal mehr gekonnt den Schluffi vom Dienst. Kennt man zwar schon aus Filmen wie „Herr Lehmann“ oder „Maria, ihm schmeckt’s nicht“. Steht ihm aber immer wieder gut.

„Becks letzter Sommer“

mit Christian Ulmen

Regie: Frieder Wittich

Laufzeit: 99 Minuten

Rubriklistenbild: © Oliver Vaccaro/Senator Film/dpa

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