Spektakuläre Stunts, riskante Verfolgungsjagden

Brick Mansions: Paul Walkers letzter Actionfilm

Brick Mansions, Paul Walker
+
Paul Walker in einer undatierten Szene des Films "Brick Mansions".

München - Ab dem 5. Juni wird Paul Walker zum letzten Mal in den deutschen Kinos zu sehen sein. Dann kommt sein Action-Streifen "Brick Mansions" - ein Remake des französischen Films "District B13" - auf die Leinwände. Die Kritik:

Es war sein letzter Film. Im vergangenen Jahr starb „The Fast & The Furious“-Star Paul Walker ausgerechnet bei einem Autounfall (wir berichteten). Ihn ein halbes Jahr später so lebendig bei halsbrecherischen Verfolgungsjagden durch die Straßen von Detroit auf der Leinwand zu sehen, wirkt beinahe zynisch. Wäre da nicht das, was Walker ausgezeichnet hat: der Spaß an gut gemachten Actionfilmen mit Augenzwinkern. Genau das ist auch sein letzter vollendeter Film, „Brick Mansions“, der nun in die deutschen Kinos kommt.

Camille Delamarre holt in diesem kurzweiligen Gut-gegen-Böse-Stück alles aus seinen Hauptdarstellern heraus. Besonders David Belle, Erfinder des sogenannten Parkour, der „Kunst der effizienten Fortbewegung“, springt mit einer Leichtigkeit umher und rennt sich die Seele aus dem Leib, wie er es schon in der Vorlage des Remakes, „Ghettogangz – Die Hölle von Paris“ tun durfte. Und auch Paul Walkers Körperakrobatik ist ansehnlich.

Auf überspitzte Weise erfahren wir hier, was aus einer Stadt wird, deren wirtschaftlich beste Zeit vorbei ist. Detroit, ehemals Automobil-Paradies, hat ihre blühenden Jahre hinter sich. Im echten Leben wächst die Kriminalität in dieser Stadt. Im Film haben sich die Politiker eine unmenschliche Lösung einfallen lassen: Die Verbrecher leben hier in einem Ghetto, einer eigenen Stadt; dazwischen eine breite, gut bewachte Mauer, um die restliche Bevölkerung zu schützen. Scharf zeichnet Regisseur Delamarre die Gegensätze: auf der einen Seite die Guten, auf der anderen die Bösen und eine Welt, in der ein Menschenleben nichts wert ist. Doch so einfach diese Aufteilung, so überraschend das Ende des 90-Minüters, der uns in Hollywood-Manier noch eine freundliche Moral von der Geschicht’ bietet: Glaube stets an das Gute im Menschen. Eine schöne Vorstellung. Wenn’s doch immer so einfach wäre. Aber: Kurzweiliges Actionkino darf so sein. (In München: Mathäser, Cinemaxx, Royal.)

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „The Fast & The Furious“ mochten.

von Katja Kraft

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.