Am Sonntag endet die Krimi-Pause

Das bringt die neue „Tatort“-Saison

Berlin - Nach zwölfwöchiger Sommerpause geht es beim „Tatort“ mit neuen Fällen weiter. Erwarten können die Zuschauer drei neue Teams, einen Leichenrekord sowie ein Wiedersehen mit Maria Furtwängler.

Langes Warten: Zwölf Wochen - seit Pfingstmontag am 9. Juni - haben „Tatort“-Fans in diesem Sommer ohne Erstausstrahlung bei den beliebten ARD-Krimis aushalten müssen. Im vergangenen Jahr war die Sommerpause nur acht Wochen lang, vor drei Jahren ebenfalls, vor zwei Jahren jedoch sogar 13 Wochen. Am Sonntag (31.8.) geht die neue Saison los - mit einem Wiener „Tatort“ namens „Paradies“ und Peter Weck in einer Rolle neben Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser.

Bis nächsten Sommer - in der ersten Jahreshälfte 2015 - gehen drei neue Teams auf Sendung: in Berlin, Frankfurt am Main und Franken (Nürnberg). Abschied nehmen heißt es zudem vom Leipziger Duo.

Die Tatort-Teams im Überblick

Wichtiges zur nun beginnenden Saison 2014/15 von 12 der 22 „Tatort“-Teams im Überblick:

BERLIN: In der Hauptstadt legen im Frühjahr Mark Waschke und Meret Becker als Ost-West-Team Robert Karow und Nina Rubin im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg los. Ihr erster Fall führt die neuen Ermittler vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) in die Welt obdachloser Jugendlicher. Zuvor soll (wahrscheinlich am 16.11.) nach dem vorzeitigen Ausstieg von Dominic Raacke noch ein letzter Solo-„Tatort“ mit Boris Aljinovic als Felix Stark zu sehen sein.

FRANKFURT: In der Mainmetropole treten im Frühjahr Margarita Broich und Wolfram Koch an. Broich spielt eine Ermittlerin, die zuvor psychologische Beraterin der Polizei war, Koch kommt in seiner Rolle von der Sitte zur Mordkommission. Vor dem Start des neuen Duos soll 2015 noch ein letzter Fall mit dem bereits 2013 von Kollegin Nina Kunzendorf verlassenen Joachim Król laufen. Beim neuen Team erregte zu den Dreharbeiten der von Broich geplante Rollenname Selma Jacobi Unmut - die Schauspielerin hatte ihn von einem Holocaust-Opfer-„Stolperstein“ vor ihrem Wohnhaus. Nach Kritik lautet der Name nun anders. Der Hessische Rundfunk (HR) gibt die Rollennamen wahrscheinlich erst bekannt, wenn ein genauer Sendetermin feststeht.

FRANKEN: Völlig neu tritt in der ersten Jahreshälfte 2015 Franken als Ermittlungsgebiet auf den Plan. Bislang ließ der Bayerische Rundfunk (BR) nur in München ermitteln. Fabian Hinrichs und Dagmar Manzel spielen Hauptkommissarin Paula Ringelhahn und Hauptkommissar Felix Voss. Der Kabarettist Frank-Markus Barwasser, der die Rolle als Leiter der Spurensicherung spielen sollte, wird nun wegen Terminproblemen vom Kabarettisten Matthias Egersdörfer ersetzt. Im ersten Fall mit dem Arbeitstitel „Der Himmel ist ein Platz auf Erden“ geht es um einen Uni-Professor, der beim Sex in seinem Auto in einem Wald bei Nürnberg erschossen wird. Für seine Frau und die beiden Kinder bricht eine Welt zusammen.

SACHSEN: Der letzte (und 21.) „Tatort“ aus Leipzig mit Simone Thomalla und Martin Wuttke wird laut Mitteldeutschem Rundfunk (MDR) im Frühjahr oder Sommer 2015 ausgestrahlt. Zuvor geht es im bereits abgedrehten 20. Fall um den Mord an einem Abfallunternehmer - der Krimi soll aber auch erst Anfang 2015 im Fernsehen kommen. Die Dreharbeiten für den letzten Leipzig-„Tatort“ sollen im September beginnen. 2016 kommt dann ein neuer Sachsen-„Tatort“ - Details sind noch unklar.

HANNOVER: Vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) gibt es nach zwei Jahren ein Wiedersehen mit Maria Furtwängler alias Charlotte Lindholm aus Hannover. In „Der gute Hirte“ (wahrscheinlich am 21.12.) geht es um einen Mordanschlag auf einen Fleischfabrikanten.

HAMBURG: Für den Hamburg-„Tatort“ ist mit Til Schweiger eine Doppelfolge geplant - wohl an zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen. Wann sie zu sehen sein wird, ist laut NDR aber noch unklar. Gedreht werden soll jedenfalls ab Herbst. Die ersten beiden actionreichen Schweiger-„Tatorte“ waren 2013 und 2014 jeweils im März zu sehen.

WEIMAR: Für Anfang 2015 ist ein zweiter humorvoller Weimar-„Tatort“ mit Nora Tschirner und Christian Ulmen angekündigt. In einer Nebenrolle spielt Sophie Rois eine Geisterbahn-Betreiberin.

ERFURT: Vom MDR kommt Ende 2014 auch der zweite Fall mit dem besonders jungen Team aus Erfurt, gespielt von Friedrich Mücke, Benjamin Kramme und Alina Levshin.

MÜNSTER: Besonders quotenstark sind vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) immer die klamaukigen Fälle aus Münster. Der nächste Krimi mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers als Kommissar Frank Thiel und Rechtsmediziner Professor Karl-Friedrich Boerne („Mord ist die beste Medizin“) ist für 21.9. geplant.

WIESBADEN: Der HR zeigt eine besonders leichenreiche Folge in Western- und Shakespeare-Manier mit Ulrich Tukur als Felix Murot - mit 47 Toten am Ende der Handlung („Im Schmerz geboren“, geplant für den 12.10.). Die Musik spielte eigens das hr-Sinfonieorchester ein.

LUDWIGSHAFEN: Ulrike Folkerts als Ludwigshafener Ermittlerin Lena Odenthal soll mit der Folge „Blackout“ (26.10.) ihren 60. Fall und ihr 25. Jubiläum begehen. Der erste Odenthal-Fall, noch vom SWF, einem Vorläufer des SWR (Südwestrundfunks), lief am 29. Oktober 1989.

SAARBRÜCKEN: Als Weihnachts-„Tatort“ - am zweiten Feiertag - beschert der Saarländische Rundfunk (SR) den Zuschauern voraussichtlich den vierten Saarbrücker „Tatort“ mit Devid Striesow.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.