Kinotrailer und Filmkritik

„Coconut Hero“: Ein Teenie mit Todessehnsucht

„Coconut Hero“ ist ein charmanter kleiner Film über einen Sechzehnjährigen mit Todessehnsucht, der sich plötzlich verliebt. Alex Ozerov brillert darin als Miesepeter Mike.

Der sechzehnjährige Mike (Alex Ozerov) langweilt sich in einem kanadischen Kaff und kultiviert seit Jahren seine Freitodabsichten. Sogar seinen Nachruf hat er schon verfasst: „Eine Blume, die nie hätte gepflanzt werden dürfen, kehrt zurück in die Erde.“ Als er noch die Diagnose Gehirntumor erhält, scheint sein Glück perfekt. Doch dann verliebt sich die zarte Pflanze plötzlich, und der Mann in der Minne empfindet die Welt um sich herum mit einem Schlag nicht mehr als ein solches Trauerspiel wie zuvor, im Gegenteil.

Es ist ein bisschen unglücklich, dass nur eine Woche nach der sehr geglückten, liebenswerten Produktion „About a Girl“ ein zweiter Film mit ganz ähnlichem Inhalt in die Kinos kommt. Alex Ozerov als Mike ist zweifellos eine ähnliche Schauspieler-Entdeckung wie Jasna Fritzi Bauer. Den miesepetrigen Teenager an der Schwelle zum Erwachsenwerden verkörpert er brillant. Den Filmemachern Florian Cossen und Elena von Saucken gelingt es, dieses Gefühl des Nicht-dazu-Gehörens, das Mike umfängt und das ihn zu einem lebenden Zombie werden ließ, in Bild und Ton sehr unmittelbar und originell erlebbar zu machen. Auch die Arbeit mit dem Soundtrack ist absolut stilsicher. Schade nur, dass einige Vorbilder dieses charmanten kleinen Films so deutlich zu erkennen sind. 

ulf

„Coconut Hero“

mit Alex Ozerov, Bea Santos

Regie: F. Cossen, E. von Saucken

Laufzeit: 97 Minuten

Rubriklistenbild: © Majestic/dpa

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