ARD, Sonntag, 20.15 Uhr

Dortmunder „Tatort: Hundstage“: Verdrängtes Leid kehrt zurück

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Extremsituation: Eva Dehlens (Maren Eggert) ist die Mutter eines entführten Kindes und Witwe eines Ermordeten. Kommissar Peter Faber (Jörg Hartmann) befragt sie.

Dieser Fall bringt das Team an seine Grenzen: In der Sommerhitze ermitteln die Kommissare im „Tatort: Hundstage“ von Christian Jeltsch (Buch) und Stephan Wagner (Regie).

Worum geht es in dem achten Fall der Dortmunder?

Kommissar Peter Faber hört nachts Schüsse am Hafen und rettet in einer Spontanaktion eine Frau aus dem Wasser. Die andere Person ertrinkt. Als Fabers Kollegin Martina Bönisch (Anna Schudt) die Leiche sieht, wird sie an ihre Vergangenheit erinnert – an einen schlimmen Fall vor 14 Jahren, wo sie als Ermittlerin eine Kindesentführung nicht aufklären konnte. Nun ist der Vater tot. Als sie Eva Dehlens (Maren Eggert), Ehefrau und Mutter des damaligen Kleinkinds, die Todesnachricht überbringt, rastet die aus. Es gibt mysteriöse Kontobewegungen und es stellt sich bald heraus, dass Eva Dehlens, die alle für leicht verrückt halten, sicher ist, ihren verschwundenen Sohn auf der Straße erkannt zu haben. Die Familie dieses Teenagers ist über die Polizeibesuche alles andere als erfreut.

Bei den Dortmunder Fällen werden die persönlichen Geschichten der Kommissare stets horizontal weitererzählt. Wie ist das hier?

Faber hat eine Dienstaufsichtsbeschwerde am Hals, muss zur Therapie und wird von einer Frage des Psychologen seelisch aus der Bahn geworfen. Bönisch hat mit dem alten Fall zu knapsen. Und das junge Duo Nora Dalay (Aylin Tezel) und Daniel Kossik (Stefan Konarske) versucht immer noch, nach dem Beziehungsaus ein Miteinander zu finden.

Lohnt das Einschalten für „Hundstage“?

Durchaus. Die zuletzt nervigen, leicht auf der Stelle tretenden Privatstorys werden hier stimmig weitererzählt. Allerdings zeichnet sich die Fall-Lösung recht schnell ab.

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