"Fünf Freunde": Kult-Roman endlich im Kino

+
Auch junge Helden brauchen einmal eine Pause: Dick (Justus Schlingensiepen), Anne (Neele Marie Nickel), Julian (Quirin Oettl), George (Valeria Eisenbart) und Hund Timmy (v.li.) beim Grillen

München - Originelle Geschichte, behutsam an das Leben heutiger Kinder herangeführt: Endlich kommt die Reihe „Fünf Freunde“ nach den Romanen von Enid Blyton ins Kino.

Kinohighlights der Woche

Diese Filme starten am 26. Januar

Über 750 Bücher schrieb die britische Autorin Enid Blyton, dazu mehr als 10 000 Kurzgeschichten. Ihre Titel, unter anderem die Serien „Hanni und Nanni“ oder „Dolly“, wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Bis heute zählt Blyton zu den kommerziell erfolgreichsten Jugendbuchautoren aller Zeiten. Angesichts dieser schier unglaublichen Zahlen ist es verwunderlich, dass erst Produzent Andreas Ulmke-Smeaton und Regisseur Mike Marzuk auf die Idee kamen, die legendäre „Fünf Freunde“-Reihe auf die Kinoleinwand zu heben. Eine Fernsehserie gibt es bereits seit den Siebzigern, und wie die Bücher selbst hat sie längst Kultstatus erreicht (siehe Seite 17). Doch im Kino gab’s zwar zuletzt einen wahren Banden-Boom von den „Wilden Kerlen“ über „TKKG“ bis hin zu den reanimierten „Vorstadtkrokodilen“. Doch die „Fünf Freunde“ machten sich rar. Bislang.

Sind Sie ein Kino-Kenner? Die besten Filmzitate

Sind Sie ein Kino-Kenner? Die besten Filmzitate

Auf allzu viel Nostalgie hat Marzuk in seiner Inszenierung bewusst verzichtet: Äußerst behutsam hat er die Geschichte vom ersten Kennenlernen der Gruppe entstaubt und die Abenteuer dem heutigen Alltag von Kindern angepasst: Da sind die Mütter auch mal genervt, und die Väter übernehmen den sanften, verständnisvollen Part im Familiengefüge. Sogar Computer, Handy und andere Errungenschaften der Moderne finden Einsatz in der sehr originell ersonnenen Geschichte, die nur noch lose mit Blytons Erzählungen verbunden ist. Fazit: Bitte, rasch die Fortsetzung drehen – bevor die Buben in den Stimmbruch kommen!

Ulricke Frick

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.