Gestresster Psychiater auf der Flucht

Bestseller-Verfilmung "Hectors Reise" im Kino

Köln - Regisseur Peter Chelsom macht aus dem Bestseller „Hectors Reise“ einen flotten Wohlfühlfilm. Mit dem britischen Kult-Komiker Pegg hat er die ideale Besetzung gefunden.

Der Londoner Psychiater Hector (Simon Pegg) steckt in einer Krise: Das Gejammer seiner Patienten geht ihm auf die Nerven, er kann die banalen Problemchen der Leute nicht mehr ernst nehmen. Zuhause schikaniert ihn seine perfekt organisierte Freundin Clara (Rosamund Pike) mit Checklisten und Zeitplänen. Hector will raus und beschließt kurzerhand, nach China zu fliegen. Irgendwo auf der Welt, vermutet Hector, muss es doch das viel beschworene kleine Stückchen Glück geben. Und er ist entschlossen, es zu finden.

Das Vorhaben lässt sich gut an, als man dem unerfahrenen Globetrotter schon auf dem ersten Flug ein Upgrade in die Erste Klasse gewährt. Doch die Mitreisenden entpuppen sich als rechte Stinkstiefel. Oder doch nicht?

François Lelord gelang ab 2002 (2004 erschien das Buch auf Deutsch) mit seinem populärphilosophischen Roman „Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ ein Weltbestseller. Der britische Regisseur Peter Chelsom („Funny Bones“, „Darf ich bitten?“) adaptierte Lelords Vorlage mit einer treffend ausgewählten Starbesetzung. Stellan Skarsgard gibt den miesepetrigen Banker, Jean Reno den freundlichen Drogenboss, Christopher Plummer den spröden Neurologen, Toni Collette Hectors lange verdrängte große Liebe, und sogar Veronica Ferres ist gelegentlich als überspannte Wahrsagerin zu sehen. Simon Pegg, der sich bisher vor allem als Komödiant („Shaun oft the Dead“) einen Namen gemacht hat, beweist seine schauspielerische Bandbreite. Auch ernstere Töne gelingen ihm in diesem flott inszenierten Wohlfühlfilm sehr gut.

Ulrike Frick

Rubriklistenbild: © Ed Araquel/Wild Bunch Germany

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