Filmbiografie von James Brown

"Get on Up": Das Leben des Godfather of Soul

"Get on up" erzählt die bewegte Lebensgeschichte von James Brown. Der Film zeigt alle wichtigen Stationen seines Lebens: Von der ärmliche Kindheit bis hin zum Aufstieg zur Musiklegende. Die Kritik:

Schweißperlen bedecken sein Gesicht, das in Großaufnahme gezeigt wird. Seine Augen sind geschlossen: „Get Up“. Menschen tanzen – teils in Originalaufnahmen – zu dieser dröhnenden Musik, zu dieser schreienden Stimme. Und die Kamera wird immer wieder angezogen von – James Brown.

Regisseur Tate Taylor erzählt mit „Get on Up“ die Lebensgeschichte eines der bedeutendsten Musikers des 20. Jahrhunderts. Vom Buben, der in ärmlichen Verhältnissen aufwächst und zum „Godfather of Soul“ aufsteigt – von der Welt gefeiert und doch immer allein.

Nur nicht blinzeln, sonst verpasst man etwas bei diesem Erzähltempo, das in harten Schnitten vor- und zurückspringt. Chadwick Boseman spielt die Hauptrolle, das Kinn immer etwas zu hoch gereckt, die Stimme immer etwas zu laut, ein Selbstbewusstsein, das seine Anzüge zu sprengen scheint. „Ich bin James Brown“, versichert er immer wieder seinem Spiegelbild und der Kamera von Stephen Goldblatt – sein Mantra für den Erfolg. Und sein Schicksal. Von Bosemans Talent kann sich der Zuschauer besonders in den Konzertszenen überzeugen. Alle Darsteller singen und musizieren selbst, darüber wurden Browns Stimme und Originalaufnahmen seiner Musiker gelegt. So darf der Zuschauer wippend wie bei einem Live-Konzert Interpretationen von Hits wie „Get Up“ oder „It’s a Man’s Man’s Man’s World“ erleben. Während einer seiner Auftritte steht Brown mit seinem Freund Bobby Byrd auf der Bühne, gespielt von Nelsan Ellis. Trotz seines grauen Anzugs glänzt Ellis schauspielerisch genauso – nicht nur in dieser Szene. Enttäuschend dagegen ist Dan Aykroyd als Browns Manager, der die Sätze nur müde herunterrattert. Seine Darstellung ist eine der wenigen Schwächen dieses sehens- und hörenswerten Films, der dem musikalischen Genie James Browns gerecht wird.

von Teresa Pancritius

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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