Von Wim Wenders und Robert Redford

"Kathedralen der Kultur": 3D-Film über die Seele von Bauwerken

München - In "Kathedralen der Kultur" porträtieren sechs Regisseure sechs Bauwerke. Auch wenn die Idee, die Häuser selbst sprechen zu lassen, nicht immer überzeugt, die großartigen Aufnahmen entschädigen für alles. Die Kritik:

Dass 3D-Filme nicht automatisch animiert oder actionlastig sein müssen, beweist die Architektur-Dokumentation „Kathedralen der Kultur“. Sechs unterschiedliche Regisseure porträtieren sechs unterschiedliche Bauwerke.

Wim Wenders illustriert etwa in der besten Episode die Berliner Philharmonie von Hans Scharoun, einen Konzertsaal aus den Sechzigern, der bis heute gewagt wirkt. Michael Glawogger hat sich die russische Nationalbibliothek in St. Petersburg ausgesucht, Robert Redford das Salk Institute in San Diego. Der Virologe Jonas Salk, der durch die Entdeckung des Polio-Impfstoffes berühmt wurde, ließ den Campus Anfang der Sechzigerjahre bauen, um Naturwissenschaftlern verschiedenster Fachrichtungen ein gemeinsames Forschen zu ermöglichen.

Mal sind in den Beiträgen die Häuser ihrer extravaganten Architektur wegen interessant, mal mehr der Dinge wegen, die sich hinter den Mauern abspielen. Spannend ist an „Kathedralen der Kultur“ neben der Architektur und dem stets überlegten 3D-Einsatz, wie die Filmemacher arbeiten. Der Einfall, die Häuser selbst sprechen zu lassen, überzeugt indes nicht immer. Der ursprünglich als TV-Sechsteiler geplante Film erfordert mit gut zweieinhalb Stunden auch Geduld. Aber die großartigen Aufnahmen entschädigen für alles.

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „If Buildings Could Talk“ mochten.

Rubriklistenbild: © Alex Falk/NFP

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