"Im Keller": Der Untergrund Österreichs

Eine Dokumentation über Österreicher und ihre Keller, da denkt man sofort an Josef Fritzl. Ulrich Seidl spielt in seiner Dokumentation „Im Keller“ mit dieser Erwartungshaltung, befriedigt sie aber nicht.

Dennoch: Die Abgründe seiner Landsleute, die Seidl in den Hobbyräumen, Bars und Lasterhöhlen ausfindig machte, sind tief. Anfangs rettet noch das Lachen, wenn ein Mann seiner Riesenschlange zusieht, wie sie ein Meerschweinchen erwürgt. Die meisten Porträts sind aber, ganz typisch bei Seidl, Aufnahmen, in denen sich die Personen kaum bewegen, in denen er aber durch geschicktes Arrangieren den Extrakt dieses Lebens vorführt. Der Film zeigt, dass Sexismus, Fremdenfeindlichkeit und Machtfantasien in jedem von uns stecken. Zum Glück hat nicht jeder einen solchen Hobbykeller

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Rubriklistenbild: © Neue Visionen Filmverleih

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