Mehr als derb: "Die Hochzeit unserer dicksten Freundin"

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Gönnen ihrer Freundin Becky ihr Hochzeitsglück nicht: Regan (Kirsten Dunst), Gena (Lizzy Caplan, l.) und Katie (Isla Fisher, r.).

Berlin - In der derben aber zugleich ernsten Komödie "Die Hochzeit unserer dicksten Freundin" von Regisseruin Leslye Headland ist die wohl peinlichste Liebeserklärung der Kinogeschichte zu hören.

Die Nachricht haut alle um: Ausgerechnet Becky (Rebel Wilson), die Dickste und Langweiligste aus ihrer Highschool-Clique, heiratet als Erste. Regan (Kirsten Dunst), Gena (Lizzy Caplan) und Katie (Isla Fisher) können es nicht fassen. Noch dazu angelt sich das fade Mauerblümchen einen ziemlich gut aussehenden und betuchten Prinzen. Die Freundinnen von damals rollen zur Trauung an, und man ahnt nach wenigen Minuten der Komödie „Die Hochzeit unserer dicksten Freundin“, dass dieses Zusammentreffen nicht problemlos über die Bühne gehen wird. Das verhindern die zerbrochenen Liebschaften und unverarbeiteten Kränkungen aus der Schulzeit, die bei der Feier bereits mit dem Aperitif wieder ans Tageslicht gespült werden.

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Regisseurin Leslye Headland bürstet in ihrem mit vielen frischen, interessanten Gesichtern besetzten Kinodebüt sämtliche dramaturgischen Erfordernisse Hollywoods sehr erbaulich gegen den Strich. Immer, wenn’s romantisch zu werden droht, fällt Headland etwas Überraschendes ein. So bietet ihr Film unter anderem die wohl peinlichste Liebeserklärung der Kinogeschichte. Im Gegensatz zu reinen Schenkelklopfern wie „Brautalarm“, der einen ähnlich derben Humor pflegt, schlägt „Die Hochzeit unserer dicksten Freundin“ zwischen viel Exzessen und Katastrophen- Klamauk aber auch ungewohnt ernste, melancholische Töne an.

Ulricke Frick

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