Auch Bruder lebt in Angst

Erpressung von Linda de Mol: 150 Hinweise

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Linda de Mol wird seit einem Jahr bedroht, ihr Bruder erpresst.

Amsterdam - Seit einem Jahr leben Linda und John de Mol in Angst. Die beliebte niederländische TV-Moderatorin und ihr Bruder werden bedroht und erpresst. Jetzt bat die Polizei die Bürger um Mithilfe.

Im Fall der Erpressung der niederländischen TV-Moderatorin Linda de Mol (50) hat die Polizei mehr als 150 Tipps aus der Bevölkerung erhalten. Mehrere Bürger hätten angegeben, den Verdächtigen auf einem Phantomfoto erkannt zu haben, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die beliebte Showmasterin und ihr Bruder, der Medienunternehmer John de Mol (58), werden seit etwa einem Jahr systematisch bedroht und erpresst. Am Dienstagabend hatte die Polizei in einer TV-Sendung die Bürger um Mithilfe gebeten und das Phantombild eines Verdächtigen gezeigt. Es ist ein etwa 70 Jahre alter Mann mit schütterem grauen Haar und einer Brille (siehe links).

Seit Oktober 2013 erhalten John und Linda de Mol nach Angaben der Polizei anonyme Drohbriefe. Im vergangenen September seien die Drohungen intensiver geworden. John de Mol, der ein Milliardenvermögen unter anderem mit der Reality-Soap Big Brother verdient hatte, sollte große Geldsummen bezahlen. Sonst werde der Erpresser „seiner Schwester Linda, ihren Kindern und anderen Angehörigen etwas antun“, berichtete Polizeisprecher Bernard Jens in der TV-Sendung. Auch Linda habe Drohbriefe erhalten.

Die Familie mache eine schwere Zeit durch, sagte der Sprecher. „Sie haben ständig Zweifel und Angst, ob sie sicher sind.“ Die Kinder, Julian (17) und Noa (14) würden nun mit dem Auto zur Schule gebracht und nicht wie sonst selbst mit dem Fahrrad fahren.

Im September war bei John de Mol ein Karton mit Tortenstücken abgegeben worden, auf dem ein Drohbrief klebte. Darauf seien DNA-Spuren festgestellt worden, die nicht mit Daten im Polizeiregister übereinstimmten. Angestellte der Konditorei hatten sich allerdings an den Mann erinnert, der die Torte bestellt hatte. Nach ihren Angaben wurde die Phantomzeichnung angefertigt.

Zusätzlich waren auch Drohbriefe in der Nähe der Wohnungen der Familien entdeckt worden. Sie lagen unter roten Backsteinen.

dpa

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